Erotische Geschichten

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BE2 Intimes aus Liebeshausen (1)

3 von 5 Sternen
DIE LENDE – EIN PROLOG

Ein herzliches Willkommen in Liebeshausen, sehr verehrte Leserinnen und Leser. Ich darf Sie bitten, Ihren Atlas gleich wieder aus der Hand zu legen, denn wird sich Ihre Mühe nicht bezahlt machen. Sicher werden Sie zahlreiche Orte darin finden, die einen ähnlich lautenden Namen haben. Doch den Ort, aus dem hier in der Serie „Intimes aus Liebeshausen“ erzählt und berichtet werden soll, werden Sie in Ihrem Kartenwerk vergebens suchen. Der Grund dafür ist so simpel wie banal: Den Ort gibt es in Wirklichkeit gar nicht!

Aber ich bitte Sie! Das ist absolut kein Grund, jetzt enttäuscht zu sein. Nur weil es diesen Ort in Wirklichkeit, also in der realen Welt, nicht gibt, schließt das nicht zwangsläufig aus, dass er in einer völlig anderen Welt sehr wohl existent ist. Und nun meine lieben Leserinnen und Leser: Obacht! Jetzt wird es nämlich auf eine in gewisser Hinsicht paradoxe Art und Weise interessant. Wenn dieser Ort auch am ehesten dem Reich der Fantasie zuzuordnen ist, könnte er letztendlich überall und nirgendwo sein. Denn was in eben dieser Welt passiert, ist nichts Außergewöhnliches. Vielmehr entspringen die Erzählungen und Berichte, um welche es im Folgenden geht, thematisch und inhaltlich dem alltäglichen Leben, was die kleinen Geschichten dieser Serie wiederum realistisch erscheinen lässt und – so die Hoffnung – auch liebenswert macht.

Zwar haben die einzelnen Begebenheiten nicht unbedingt immer etwas miteinander zu tun, doch was sie verbindet, ist das erotisch humorvolle Element. Zudem machen die Geschichtchen vielleicht auch deutlich, wie eng Fantasie und Realität ineinander verwoben sind. Hier einmal als Beispiel das Werk „die Lende“:

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In des kühlen Baumes Schatten
träumt ein Jüngling vom Begatten.
Von großer Sehnsucht getrieben,
sein Mädchen noch mal zu lieben,
liegt er dort ziemlich verdrossen,
denn hat es ihn heut‘ verlassen.

🌷 🌷 🌷 🌷 🌷 🌷 🌷 🌷 🌷 🌷 🌷 🌷

Mit einem Mal ruft die Lende:
„Junger Mann, wann kommt die Wende?
Schon lange ist hier nichts mehr los!
Wo bleibt bloß der weibliche Schoß?
Verflucht noch eins! Nun mach mal hin,
gib meinem Dasein wieder Sinn!“

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Wie er dann so lag unterm Baum,
schickte die Lende einen Traum.
Darin verwöhnte das Vollweib
lüstern und nackt seinen Leib.
Noch liegend auf dem Moose
ging die Chose drauf in die Hose.

🌻 🌻 🌻 🌻 🌻 🌻 🌻 🌻 🌻 🌻 🌻 🌻

In des kühlen Baumes Schatten
grämt den Jüngling das Begatten.

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© 2019/2020
  • Geschrieben von Silberstrahl
  • Veröffentlicht am 29.02.2020
  • Gelesen: 3050 mal

Anmerkungen vom Autor

In der Regel drückt die geneigte Leserschaft auf dieser Internetplattform ihr Gefallen über das Gelesene dadurch aus, dass sie den Text mit vielen Sternchen bewertet oder einen positiven Kommentar schreibt. Natürlich kann man alternativ dazu auch den Text kopieren und an anderer Stelle im Netz als sein Werk präsentieren. Das wäre dann auch ein Lob, denn entwendet man nur etwas, das einem selbst gefällt. Es bleibt aber ein ordinärer Diebstahl und der hier veröffentlichte Text trotzdem mein geistiges Eigentum.

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Kommentare

  • Silberstrahl29.02.2020 20:00

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    Entsprechend der Rubrik „Lustvolles mit Humor“ (BE2) aus meinem kleinen erotischen Werk „Buntes Erotikon – Frivoles und Sinnliches“ präsentiere ich mit diesem Prolog den Auftakt zu einer kleinen geplanten Serie von verschiedenen Geschichten und Geschichtchen, die ich in einem erneuten Anlauf unter dem Titel „Intimes aus Liebeshausen“ führe. Dabei dienen mir einige erotische Witze als Storyboard, die mir besonders gut gefallen und denen ich auf diese Weise gern ein wenig huldigen möchte.
    Auch das an den Prolog angefügte Gedicht „die Lende“ hat ein Vorbild. Allerdings gestehe ich gleich, dass ich letztendlich an der gewählten Herausforderung gescheitert bin. An den großen Meister der humoristischen Dichtkunst ist für jemanden wie mich kein Herankommen. Aber das kann ich wohl problemlos verschmerzen, denn schließlich handelt es sich um keinen Geringen als HEINZ ERHARDT (1909 – 1979), welcher mir mit seinem Gedicht „die Made“ das passende Vorbild lieferte. Einsichtig überarbeitete ich mein Gedicht daraufhin und passte es meinem Stil an. Besser war das wohl.
    In der ursprünglichen Fassung veröffentlichte ich meine Idee hier schon einmal am 30.05.2019 und nach einer Umgestaltung meiner erotischen Texte erneut am 09.09.2019. Mal sehen, ob und wie diese kleine Verrücktheit in der nun stark überarbeiten Fassung Anklang findet. Dabei sind meine Erwartungen sicherlich nicht ganz zu Unrecht eher etwas verhalten.

  • Silberstrahl08.03.2020 21:30

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    Vielen Dank (vermutlich) dem lieben Leser, dem meine kleine verrückte Idee 5 Sternchen wert war. Ich habe mich umso mehr gefreut, als ich damit nicht wirklich gerechnet hatte. Leider gab es dann wohl jemanden dem/der das gar nicht gefiel. Aber auch dieser Person sei kurz ein Dank für das einzelne Sternchen gesagt.

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