Erotische Geschichten

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BE2 Der Erogenität auf der Spur

4 von 5 Sternen
Vorbemerkung: Im Folgenden präsentiere ich eine erotische Kurzgeschichte der etwas anderen Art. Dabei handelt es sich um keine Sexgeschichte. (Zusätzliche Informationen im nachfolgenden Kommentar.)


Mit unserem tollen Team auf Tour – und das nicht nur in Feld und Flur – ist immer eine sehr vergnügliche und lauschige Unternehmung, wenn man mal wieder Lust verspürt, einen Ausflug ins Erogene zu machen. Auch außerhalb der sonst üblichen Reisezeiten haben wir hierzu gleich zwei fantasievolle Touren, welche wir Ihnen völlig unverbindlich unter dem Motto „Von Zeit zu Zeit auf großer Tour – der Erogenität auf der Spur“ anbieten. Wählen Sie einfach nach Lust und Laune zwischen der dämlichen ;-) und der herrlichen ;-) Tour. Am Ende treffen wir uns alle ganz unabhängig von der jeweiligen Wahl im Zentrum der Lust, wo wir gemeinsam den Höhepunkt der Tour in vollen Zügen genießen. Sie sind auf das Herzlichste eingeladen, an diesem besonderen Erlebnis teilzunehmen.

Wenn Sie mit unserer dämlichen Tour liebäugeln, erwartet Sie ein sinnlicher Streifzug durch eine wahrlich wunderschöne und abwechslungsreiche Region, die mit ihren eindrucksvollen Hügeln, Senken und Tälern sowie einem verführerischen Feuchtgebiet einfach Lust auf mehr macht. Sie werden sehen, dass man gar nicht genug schauen kann. Doch wollen wir natürlich mehr erleben und das vor allem möglichst intensiv. Daher brauchen wir eine kundige Reiseführerin, die wir zum Start unserer Tour in Kussmund treffen. Hier werden wir mit ihrer Herzlichkeit und lippischen Verführungskunst nicht nur empfangen, sondern zudem auch für das, was uns noch erwartet, kundig sensibilisiert und gefühlvoll stimuliert. Anschließend startet unsere traumhafte Tour gen Süden. Über Kinnladen und Halsbreite kommen wir in ein Tal namens Busen, das Teil der Samtgemeinde Brusthausen ist und beschaulich zwischen zwei lieblichen Hügeln eingebettet liegt. Hier machen wir unseren ersten Zwischenstopp und teilen uns in zwei Gruppen ein. Behände macht sich jede Gruppe auf, einen der beiden Hügel zu erklimmen. Nachdem wir über die Streichelflächen zum Gipfel gelangt sind, erfreuen wir uns der erblühten Knospen und naschen zärtlich von den Beeren. Frisch gelabt geht es nach ausgiebigem Aufenthalt an den Abstieg, um unsere Tour auf der Spur der Erogenität fortzusetzen. Auf unserem weiteren Weg gelangen wir vom thorakalen Plateau hinab in eine weitläufige und angenehm weiche Ebene. Über sie streichen wir genießerisch mit viel Fingerfertigkeit hinweg, vorbei am Nabel dieser hübschen und verführerischen Erlebniswelt, bis wir nach einer Weile am anderen Ende einen betörenden Lustgarten erreichen. Er liegt auf einem kleinen Hügel, welcher je nach Gärtnerin ganz unterschiedlich bewachsen ist. Behutsam wollen wir ihn etwas genauer erkunden. Ein erstrebenswertes Ziel befindet sich gleich hinter einer Kuppe. Knapp oberhalb einer Furt liegt dort in einem Spalt ein Quell, der ursächlich für das sich hier von Zeit zu Zeit ausbreitende Feuchtgebiet ist. An ihm wollen wir unseren Durst löschen und auf das Eintreffen der Teilnehmer der anderen Tour warten.

Wenn Sie sich für die herrliche Tour entscheiden, sollten Ihre Interessen eher etwas rustikaler Natur sein. Dennoch dürfen Sie sich auf einen feinsinnigen Streifzug durch eine interessante und sehenswerte Region freuen. Auch in diesem Fall startet unsere Tour von Kussmund aus, wo wir unseren gewieften Reiseführer treffen. Er wird uns nach einer ersten intensiven Oralität über Nackenheim und Schulterfelde zielsicher an einen sensiblen Ort führen, von wo aus wir uns dann mit viel Fingerspitzengefühl auf eine Gratwanderung der besonderen Art begeben werden. Anfänglich führt uns der Reiseweg von einem kräftigen Bergrücken hinab in eine tiefer gelegene Lendenregion. Nachdem wir sie passiert haben, steht ein Anstieg über einen Kamm an, der uns über ein Becken führt. An dessen Ende gelangen wir in eine enge Schlucht. Diese führt uns auf direktem Wege zwischen zwei kräftigen Schildbergen hindurch. Schon so mancher Besucher, der durch diese Region kam, fühlte sich – warum auch immer – an den Popocatepetl in Mexiko erinnert. Mag sein, dass es an den auch hier gelegentlich vorkommenden Eruptionen liegt. Aber so recht weiß das wohl keiner. Halt ein Mythos. Und kaum, dass wir über Beutelburg mit seinen Kronjuwelen kommen, erwartet uns auch schon der nächste Mythos. Seien Sie also nicht allzu enttäuscht, wenn in Schwanzlänge alles ein wenig kleiner ausfällt, als es so manche Versprechung gern weismachen will.

Tja, und damit wären wir dann auch an jenem Punkt, da die beiden Touren nun endlich zusammentreffen und sich vereinigen. Denn von Schwanzlänge aus führt ein durch Schwellkörper getragener Steg direkt ins Feuchtgebiet unterhalb des Lustgartens, wo wir gemeinsam in tiefer Verbundenheit den Höhepunkt dieser einmalig schönen Tour erleben werden. Möge er sich zu unserem vollen Genuss mit sanft wogenden Wellen anbahnen, die sich langsam zu einem Wellenberg auftürmen, um sich dann am Gipfelpunkt in einem Rausch der Sinne wie ein buntes Feuerwerk für unsere Gefühlswelt in uns hinein zu ergießen und uns letztendlich in glückseliger Zufriedenheit mit seinen Fluten sanft in himmlische Sphären zu tragen.


© SILVER RAY 2019/2020
  • Geschrieben von Silberstrahl
  • Veröffentlicht am 10.01.2020
  • Gelesen: 2751 mal

Anmerkungen vom Autor

In der Regel drückt die geneigte Leserschaft auf dieser Internetplattform ihr Gefallen über das Gelesene dadurch aus, dass sie den Text mit vielen Sternchen bewertet oder einen positiven Kommentar schreibt. Natürlich kann man alternativ dazu auch den Text kopieren und an anderer Stelle im Netz als sein Werk präsentieren. Das wäre dann auch ein Lob, denn entwendet man nur etwas, das einem selbst gefällt. Es bleibt aber ein ordinärer Diebstahl und der hier veröffentlichte Text trotzdem mein geistiges Eigentum.

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Kommentare

  • Silberstrahl10.01.2020 00:00

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    Diese Kurzgeschichte schrieb ich im August/September 2019. Eigentlich war sie in dieser Form auch gar nicht so geplant. Vielmehr entwickelte sie sich beim Schreiben. Schon fasst unbewusst verwirklichte ich dabei einen Gedanken, den ich schon einmal vor einigen Jahren in einem Chat entwickelt hatte und immer wieder aufgreifen wollte: Eine kleine Reisebeschreibung über den Körper einer Frau, die sich einer geneigten Leserschaft auf humorvolle Weise in ihrer eindeutig zweideutigen Art erschließt.
    Zwar entspricht die nunmehr vorliegende Geschichte, welche ich hier erstmalig am 09.09.2019 veröffentlichte, nicht ganz meinen damaligen Vorstellungen, jedoch bin ich für meinen Teil mit der Variante unter Einbeziehung des männlichen Körpers ganz zufrieden.
    Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit diesem sicher nicht im herkömmlichen Sinne erotischen Text eine Kurzgeschichte präsentiere, die hier vermutlich nicht so recht in die „Landschaft“ aus Sex und Erotik passen will. Trotzdem versuche ich es (erneut), da ich nun mal zu den Menschen gehöre, die es wagen, den konventionellen Pfad zu verlassen, um etwas anderes, etwas Neues auszuprobieren. Im Falle des Nichtgefallens bitte ich um gnädige Nachsicht.

  • CS10.01.2020 21:08

    Dank an Silberstrahl für diesen originellen Beitrag, der gewiß viel Zeit und Mühe gekostet hat. Erotik mal ganz anders!
    Warum nicht!!!

  • Silberstrahl10.01.2020 22:11

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    Einen lieben Dank an CS für den anerkennenden Kommentar und die erhaltenen Sternchen, bei denen ich mir nicht wirklich sicher war, ob es sie für diesen Text überhaupt geben würde.
    Zeit und Mühe sind relativ und hielten sich in diesem Fall in Grenzen. Wer zu dieser Investition nicht bereit ist, wird auch nichts schaffen, also in diesem Fall einen Text schreiben ;-)

  • RudiRabe15.02.2020 10:57

    Das ist wirklich eine sinnliche aber auch anregende, sanfte Geschichte, die sich von der üblichen Erotik angenehm abhebt. Idee und Aufwand verdienen fünf Sterne.

  • Silberstrahl15.02.2020 17:00

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    Erneut einen lieben Dank für Deinen Kommentar und die erhaltenen Sterne, lieber Rudi. Wenn meine kleine, verrückte Idee gefallen konnte, freue ich mich selbstredend, denn schrieb ich sie ja genau dafür. Ein bisschen sinnlich träumen und dabei unbekümmert schmunzeln finde ich, ist eine schöne Kombination.

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