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Arbeiten und Lieben (Teil 8)

5 von 5 Sternen
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Doch die beiden Tage waren nicht angenehm für sie. Es gab Probleme in der angemieteten Halle. Wohin kamen Stromanschlüsse für die Maschinen? Wo wurden diese aufgestellt? Wie war der Arbeitsablauf? Kunden riefen an und mussten auf den Montag vertröstet werden.

Den größten Ärger jedoch bekam sie zuhause, wo Tine bereits für das Wochenende packte und sich im Internet teure Dessous in ihrer Größe bestellt hatte. Sie maulte wütend in der Wohnung umher und die genervte Rita schrie noch lauter.

Karl war unruhig, sehnte den Montag herbei. In der Regel konnte er seinen Kollegen immer per Handy erreichen, dieses Mal antwortete nur die Mailbox.
Erleichtert atmete er auf, als Viktor kurz hinter ihm auf den Hof fuhr. Ungewohnter Weise betrat er das Gebäude durch die Haupttüre, ging sofort nach oben in sein Büro, lud einige selber erstellte Programme auf einen Stick, löschte diese Formeln vom PC, nahm seine Privatsachen aus dem Schreibtisch und brachte verschiedene Dinge zu Hanne.

„Hier sind die Firmenschlüssel, der Laptop und das Handy, bitte unterschreibe mir, dass ich alles abgegeben habe, in diesem Briefumschlag ist meine Kündigung, die lege ich der Chefin auf den Schreibtisch“, sagte er und lief in Ritas Büro.

„Das ist doch jetzt nicht dein Ernst“, brachte Hanne noch hervor.

Er verabschiedete sich von ihr und ging nach unten zu Karl.

„Karl ich habe soeben meine Kündigung auf ihren Schreibtisch gelegt. Es sind Dinge vorgefallen, über die ich auch mit dir jetzt nicht sprechen kann. Wir bleiben in Kontakt. Was ich mache ist noch nicht klar, aber hier werde ich nicht mehr arbeiten. Mach´s gut, wir telefonieren und du bekommst von mir eine neue Handynummer.“

In der Halle verabschiedete er sich von jedem der Mitarbeiter einzeln, und wünschte ihnen alles Gute. Die blieben völlig konsterniert zurück, standen in einer Gruppe zusammen. Es war als wäre soeben einer von ihnen gestorben.

Als Rita ankam und Viktors Auto nicht am Parkplatz stand wurde ihr mulmig zumute. Beim Betreten ihres Büros sah sie Schlüssel, Handy und den Brief auf ihrem Schreibtisch liegen und wusste Bescheid, bevor sie sich setzte. Viktor hatte noch so viel Urlaub, dass er sogar zwei Tage verschenkte.

Karl kam in ihr Büro. „Und jetzt?“ sagte er nur.

Rita zuckte mit den Schultern. „Jeder Mensch ist ersetzbar. Ich werde auf dem Arbeitsamt anrufen, dass die uns so schnell wie möglich jemanden schicken. Den muss man dann eben einlernen.“

Kurze Zeit später rief Direktor Stein an und bot die Firma Recht zu dem von ihr vorgeschlagenen Preis zum Kauf an. Rita zögerte kurz und lehnte dann ab. Das erschien doch etwas zu riskant.

Im Gegensatz zu der Situation, als Tine Viktor gekündigt hatte, war Rita dieses Mal ruhig. Sie fühlte sich stark, konnte allen beweisen, nicht auf einen einzigen Mitarbeiter angewiesen zu sein. Und wenn ihr Plan mit Tine und Viktor auch nicht geklappt hatte, was konnte schief gehen? Locker konnte man die Firma auf diesem Level halten. Die Nachfrage war hervorragend, man hatte nur die Angebote zu kalkulieren, Aufträge kamen von alleine, das Bankkonto solide gefüllt und der Neue musste nur so weitermachen wie Viktor bisher gearbeitet hatte. In Gedanken stellte sie sich wieder einen kräftigen, jungen Mann vor, der auch ihre sexuellen Gelüste befriedigen sollte.

Bereits nach wenigen Tagen lagen über zehn Bewerbungen vor. Doch die gutaussehenden hatten von der Materie keine Ahnung und die einzigen, mit Fachkenntnissen, waren nur wenig jünger als sie. Es siegte die Vernunft und Rita stellte einen dieser beiden ein. Herr Schwarz war unverheiratet und hatte sich und sein Können in den höchsten Tönen gelobt.

Er lehnte das von Karl angebotene „Du“ ab. Der zweifelte an einer guten Zusammenarbeit. Rita testete ihn natürlich sofort aus, stellte fest, dass er an ihren weit ausgeschnittenen Blusen genauso wenig Interesse zeigte, wie an einem Blick zwischen ihre Schenkel. Was nicht ist kann ja noch werden, dachte sie.

Viktor hatte keine Eile mit der neuen Jobsuche. Auf der Suche nach einer Frau durchforschte er Datingseiten im Internet, stellte sein Wunschprofil für die Traumpartnerin ein und auch eine eigene Beschreibung seiner Vorlieben und Fähigkeiten. Insgeheim rechnete er mit Ritas Besuch, legte bereits eine Strategie zurecht, doch sie tauchte nicht auf. Mit etwas Wehmut dachte er an seine Arbeit, die Kunden und Geschäftspartner. Wie würden die reagieren, wenn sie es erfuhren? Aber ein Zurück gab es nicht. Das Verhältnis mit der Chefin und auch noch Tine, welche nichts unversucht lassen würde…….

Nein, lieber unverheiratet. Was würde er wohl für einen Nachfolger bekommen? Egal – vor ihm lag die Zukunft und die sollte ohne RELG, Rita und Tine ablaufen. Er wusste, wo er sofort eine Stelle bekäme, erledigte Arbeiten in seiner Wohnung, tapezierte, las Bücher, fuhr mit dem Fahrrad Tagestouren und unternahm zum Relaxen, mehrmals Ausflüge in ein Thermal- und Erlebnisbad, das ein Stück von ihm entfernt in einer anderen Stadt lag.

Als früher Besucher am Morgen legte er sich eines Tages alleine, im Außenbereich bequem in einen kleineren Whirlpool, genoss Sonne und Ruhe.

Eine jüngere Frau in einem smaragdgrünen Bikini stieg in das Becken. Viktor inspizierte sie mit halbgeschlossenen Augen. Sie übersah allerdings, dass es nicht nur zwei, sondern drei Stufen gab und fiel vorneüber genau auf Viktor. Dieser hatte geistesgegenwärtig die Arme hochgerissen und fing sie im letzten Moment auf. Ihre Gesichter waren nicht weit voneinander entfernt, ihr Körper lag auf ihm.

„Das ist aber eine angenehme Überraschung am Morgen“, lachte er.

Einen Moment blieb sie ruhig liegen, sah ihn verdutzt an, rappelte sich hoch und setzte sich in das sprudelnde Wasser.

„Entschuldigen sie vielmals, ich habe die letzte Treppe übersehen“.

„Macht doch nichts. Das war mir ein großes Vergnügen“, sagte er und grinste breit.

Allmählich kam sie wieder zu sich. „Wenn sie mich nicht aufgefangen hätten, wäre ich voll mit dem Kopf auf die Kante geknallt. Ich glaube ich muss mich bei ihnen bedanken.“

„Keine Ursache, gerne geschehen“.

Sie sah plötzlich auf seine Schulter. „Oh je, ich glaube ich habe sie gekratzt“.

Tatsächlich war an seinem Oberarm ein leicht blutender Striemen zu sehen.

„Das ist nicht so schlimm. Brennt ein bisschen, aber bis ich heirate ist es verheilt“.

„Wann heiraten sie denn?“

Viktor lachte. „Das ist nur so ein Spruch. In absehbarer Zeit werde ich es nicht tun. Mir fehlt das Wichtigste dazu: eine Frau.“

Sie lachte nun ebenfalls. „Darf ich sie zu einer kleinen Entschädigung einladen?“

„Gerne - aber später - jetzt genießen wir erst mal die Morgensonne und den vielen Platz“.

Die beiden unterhielten sich. Sie hieß Tina und war mit ihrer Mutter zusammen hier, der es gesundheitlich nicht gut ging und die sich erholen wollte. Im weitläufigen Komplex der Anlage hatten die Frauen verschiedene Interessen und nur für abends einen Treffpunkt ausgemacht. Viktor gefiel seine Gegenüber, auch wenn sie ihre langen, dunklen Haare zu einem Knoten gesteckt hatte, was ihr ein etwas strenges Aussehen gab. Schon bald machten sie Späße, alberten herum, rutschten zusammen in einem Reifen und es kam ihnen vor, als würden sie sich schon ewig kennen.

Tina hatte einen Termin zur Massage, Viktor wechselte in den Saunabereich, ging zu einem der heißeren Räume, wo in der Regel nur wenige Personen waren. Eine Frau lag dort ziemlich oben auf einer Bank und hatte das Gesicht zum Schutz vor der Hitze, mit einem kleinen Tuch abgedeckt. Darunter saß eine jüngere, etwa in seinem Alter. Er grüßte leise, legte sein Saunatuch auf den obersten Lattenrost im rechten Winkel zu den beiden, kletterte hoch, schloss die Augen und träumte von Tina.

Hatte er sich innerhalb von zwei Stunden verliebt? Nein, das konnte nicht sein. Aber ihr Bild blieb vor ihm bestehen. Das freundliche Lachen, das hübsche Gesicht, ständig hing ein Lächeln auf seinen Lippen. Nach einigen Minuten nahm er wahr, wie eine der beiden den Raum verlies. Dann knarzte es wieder. Jetzt wird die andere gehen, dachte er.

Doch plötzlich hörte er eine überraschte Stimme. „Ja guten Tag Herr Albert, was machen sie denn hier?“
Erstaunt öffnete er die Augen und sah auf die Frau, welche sich auf die Ellbogen gestützt hatte.

„Guten Tag Frau Recht, mit ihnen habe ich aber auch nicht gerechnet“.

Sie atmete tief ein. „Sie haben sicherlich gehört was passiert ist. Mein Sohn hat versucht mit dem Geld ins Ausland zu verschwinden. Die Bank hat das natürlich gestoppt, aber Jens ist weg, zu seinem Vater. Stein hat sofort einen Kredit gekündigt und da blieb nichts anderes übrig, als Insolvenz anzumelden. Es tut mir für die Mitarbeiter leid und hoffentlich können sie denen Arbeit geben. Ich selber muss mich natürlich jetzt gewaltig einschränken. Die Halle sowie der Grund gehören mir zwar privat, aber nachdem sie abgesagt haben, werde ich keinen finden, der als Mieter einzieht und schon gar nicht unsere Maschinen braucht. Die Bank hat bereits ein Angebot gemacht, allerdings ein Drittel unter dem Preisangebot von RELG.“

Sie setzte sich auf, ihr Blick ruhte kurz zwischen Viktors Beinen. Auch er kam nicht daran vorbei, sie zu betrachten. Eva Recht war schlank, hatte eine glatte Haut und volle Brüste, die zwar hingen aber nicht so wie bei anderen Frauen ihres Alters. Ihre Scham war teilrasiert und er konnte die vollen Schamlippen erkennen. Einzig die Hitze hinderte seinen Schwengel daran, aufzustehen und sie ebenfalls anzuschauen.

Eva presste die Lippen zusammen und starrte traurig ins Leere. „Rita Ludwig wird jetzt sicherlich triumphieren“.

„Ich weiß nicht was die macht. Ich habe gekündigt.“

Eva Recht zuckte zusammen und schrie ihn förmlich an: „Was haben sie?“

Viktor setzte sein breites Grinsen auf. „Ich bin momentan ohne Job und hier, um zu relaxen. Mich interessiert die nächsten Wochen nichts was mit Arbeit zu tun hat. Außerdem werde ich in eine ganz andere Branche wechseln“.

Er setzte sich mit einem Schwung auf und bevor Eva Recht etwas sagen konnte, war er draußen
Dem Ruf nach den sie hatte, wäre es für ihn vermutlich einfach, mit ihr ein Verhältnis zu beginnen, die Firma wieder hochzubringen. Aber wollte er das? Eine Frau die seine Mutter hätte sein können. Nein. Viktors Gedanken wanderten zu Tina. Über die wollte er mehr erfahren. Sie gefiel ihm. Gab es Liebe auf den ersten Blick?

Eva Recht kam ihm hinterher. „Herr Albert hätten sie denn kein Interesse mir zu helfen, meinen Betrieb neu aufzubauen? Sie können das. Ich würde sie zum Teilhaber machen. Meine Tochter steigt ebenfalls mit ein.“ Ihre Stimme klang wie eine Mischung aus Bitte und Verzweiflung.

Viktor dachte an die junge Frau welche vor ihr gesessen hatte. Kurze Haare kleiner Busen, er hatte sie gar nicht richtig angeschaut, das macht man nicht in der Sauna. Aber auf alle Fälle, bereits optisch kein Vergleich mit Tina.

Nein – nein – nein. Außerdem – schon wieder Mutter und Tochter? Nochmals nein.

„Frau Recht, ich habe momentan andere Prioritäten in meinem Leben - privater Natur. Wenn das zu meiner Zufriedenheit geklärt ist, können wir uns vielleicht unterhalten. Aber es wird vermutlich nicht so schnell gehen. Dazu kann passieren, dass ich wegziehe, wenn sich etwas ergeben sollte.“

Er ging mit klopfendem Herzen zu dem mit Tina vereinbarten Treffpunkt und freute sich wie ein kleiner Teenager, den seine Herzdame beim ersten Rendezvous nicht versetzt hatte, als er den grünen Bikini schon von weitem sah. Auch Tina strahlte. Die beiden blieben zusammen, er erfuhr, dass sie ebenfalls nicht von hier war. Jedoch bekam er keinerlei nähere Informationen über die Frau seiner Wünsche. Später saßen die beiden wieder in einem Whirlpool und Tina lud erneut zu einer Wiedergutmachung ein.

„Was bekomme ich denn?“ fragte er mit seinem breiten Grinsen.

„Wir können einen Kaffee trinken und ein Stück Kuchen essen.“

Er schüttelte den Kopf.
„Ein großer Eisbecher?“

Erneutes Kopfschütteln.
„Was dann?“ fragte sie enttäuscht.

Viktor setzte sich nahe neben sie.
„Ich wäre bereits mit einem Kuss zufrieden“.

Tina legte beide Arme um seinen Hals und zog ihn etwas zu sich. Ihre Lippen berührten sich zuerst schüchtern und sanft, doch dann küssten sie sich fordernd und heftig. Tinas Zunge klopfte gegen seine Zähne und bekam sofort Einlass. Das war ein anderes Gefühl, als die flüchtigen und kurzen Knutschereien mit Rita, im Rahmen ihrer sexuellen Vereinigungen. Es war angenehm und sie spürten etwas füreinander. Minutenlang blieben sie so vereint, keines wollte loslassen. Was die Leute um sie herum dachten, war ihnen egal. Niemand kannte die beiden hier. Allerdings unterließen sie erotische Berührungen unter Wasser, wobei besonders Viktor sich sehr zurückhalten musste.

Der vermied die Sauna, denn auf ein weiteres Zusammentreffen mit Eva Recht war er nicht aus. Dafür machte es mit Tina umso mehr Spaß. Sie war gebildet, lustig. aber dennoch ruhig, ganz auf seiner Wellenlänge. Je länger er mit ihr zusammen war, um so sympathischer wurde sie ihm. Die Wiedergutmachungen welche er im Laufe des Nachmittags bekam, reichten für mehrere Stürze. Kurz vor fünf mussten sie sich trennen.

„Wann kommst du wieder hierher?“ fragte Viktor.

„Ich denke übermorgen“.

„Wirklich? Dann treffen wir uns übermorgen um neun im Whirlpool, mit den zwei Treppen“.

„Drei Treppen“, verbesserte sie.

„Nein – für dich zwei, wenn ich bereits drinsitze. Ich möchte dich wieder auffangen, damit ich nochmal so eine Belohnung erhalte“.

Tina lachte, gab ihm nochmals einen langen Kuss und ging, um nach ihrer Mutter zu sehen.

Viktor war schon fast umgezogen als er erneut ihre Stimme hörte: „Was hältst du davon, wenn wir bei dem Griechen in der nächsten Ortschaft essen gehen, ich glaube Poseidon heißt das Restaurant“.

„Nichts dagegen“, antwortete eine andere Stimme. Viktor stutzte. Das war doch………. Die beiden nahmen Kabinen in seiner unmittelbaren Nähe.

„Du Mama, ich glaube ich habe mich heute verliebt“, hörte er Tina nach einer kurzen Pause.

„Ach was - geht das denn bei dir so schnell. Ich dachte eher du bist von der langsamen Truppe und kommst nach deiner Oma.“

„Ich habe hier im Bad einen Mann getroffen, ungefähr in meinem Alter, der hat mich heute früh aufgefangen als ich im Whirlpool fast auf den Rand geknallt wäre. Wir waren den ganzen Tag zusammen. Er ist wirklich süß, nett, intelligent, höflich, lustig und sieht sehr gut aus“.

Sie klang richtig zärtlich, stellte Viktor fest.

„Ach Tina du weißt doch, dass wir beide versuchen wollen die Firma wieder aufzubauen. Ich habe in der Sauna auch jemanden getroffen, der uns sehr helfen könnte, aber der hat abgelehnt. Wenn du jetzt andere Dinge im Kopf hast, können wir das vergessen, oder was ist er von Beruf“?

„Mutter, das ist doch nicht das Wichtigste. Ich weiß weder wo er wohnt noch was er macht, aber ich mag ihn. Übermorgen treffen wir uns wieder hier.“

Viktor machte sich schnell vom Acker. Er hatte Schmetterlinge im Bauch. Im Freien vollführte er einen Freudensprung, dass alle Leute sich nach ihm umdrehten und für verrückt hielten. Das Poseidon – er hatte das Schild ebenfalls gelesen - lag an der Hauptstraße in der nächsten Ortschaft. Viktor betrat das kleine Restaurant, welches um diese Zeit noch leer war und sofort kam ihm ein Kellner entgegen.

„Haben sie einen Tisch frei?“
„Selbstverständlich“

Viktor wedelte mit einem 20 Euro Schein.
„Es kommen jetzt gleich zwei größere, schlanke Damen, Mutter und Tochter, die auch nach einem Tisch fragen. Besteht die Möglichkeit, dass sie nichts mehr frei haben, bis auf einen an dem schon ein Gast sitzt, nämlich ich“.

„Das ist möglich, aber wenn die Damen das nicht wollen und gehen?“

„Dann bekommen sie von mir 40 Euro als Umsatzausfall, wenn es klappt kriegen sie noch einen Zwanziger Trinkgeld.“

Als Tina und Eva das Restaurant betraten, waren alle Tische mit „Reserviert“ Schildern versehen. Sie nahmen das Angebot an, bei dem einzelnen Gast zu sitzen, der mit dem Rücken zu ihnen in einer Nische saß.

„Dürfen sich die beiden Damen zu ihnen an den Tisch setzen?“ fragte der Kellner höflich.

„Aber gerne“. Viktor grinste in zwei überraschte Gesichter, die ihn mit aufgerissenem Mund anstarrten. Mit offenen, langen Haaren und einem weiten, bunten Kleid sah Tina wunderschön aus.

„Herr Albert - das ist aber jetzt nicht wahr. Tina - das ist der Mann der uns helfen könnte“, fasste sich Eva Recht als erstes wieder.

Tina sah ihre Mutter an. „Mama - das ist der Mann von dem ich dir im Bad erzählt habe“, stammelte sie.

„In den du dich verliebt hast?“ ergänzte diese.

„Mama!“ Tina wurde rot wie eine Tomate und blickte vorwurfsvoll zu Ihrer Mutter.

Viktor lachte. „Keine falsche Scham Tina. Ihr hattet im Bad die Umkleidekabinen neben mir und das was du dort gesagt hast, spiegelt auch meine Gefühle für dich. Ich war sehr enttäuscht als du mir deine Telefonnummer nicht gegeben hast, denn ich habe mich heute in dich verliebt, nicht nur in dein hübsches Aussehen, sondern deine ganze Art und dein Wesen. Kommt, setzt euch.“

„Du bist ganz schön raffiniert. Dann ist es kein Zufall, dass du hier bist?“

„Nein, ich habe das ganze Restaurant reservieren lassen damit ihr euch an diesen Tisch setzt.“

Die drei lachten. Der Kellner brachte die Speisekarten und für jeden einen Ouzo. Sie stießen zusammen an.

Nach dem Essen blickte Eva Viktor an. „Entschuldige, dass ich dich jetzt das frage. Willst du wirklich beruflich etwas ganz anderes machen? Du hast so einen guten Ruf in der Branche und stehst überall für hervorragende Ideen, Beratung, Arbeit und Abwicklung“.

Viktor zuckte mit den Schultern. „Ganz ehrlich. Als du mich in der Sauna gefragt hast, hatte ich absolut keine Lust und meine Gedanken waren bei Tina. Ich war bereit für sie den Wohnort zu wechseln, wenn es mit uns was werden sollte. Und jetzt, seit dem Verlassen des Bades drehen sich meine Gedanken zwar immer noch in erster Linie um dich liebe Tina, aber auch um euere Firma nachdem ich gehört habe, dass ihr beide sie wieder aufbauen wollt.“

Tina sah erstaunt zu Ihrer Mutter und dann zu Viktor. „Wer bist du eigentlich, dass du dich damit auskennst und Mama dich kennt?“

„Mädchen, das ist Viktor Albert. Er hat in zehn Jahren den Betrieb der Ludwigs vom Rande der Pleite zu einem der Besten in der Branche geführt. Viktor ist genau das Gegenteil von deinem Vater und Jens. Wenn er das Geschäft in die Hand nimmt, kann ich mir gut vorstellen, dass wir wieder auf die Beine kommen. Allerdings möchte ich, wenn ihr eine gemeinsame Zukunft habt und Viktor wirklich etwas anderes machen will, nicht im Weg stehen mit meinem Ehrgeiz, es der Ludwig zu zeigen.“

Viktor sah die beiden an. „Unter der momentanen Konstellation bin gerne bereit für euch zu arbeiten.“
„Jaaa,“ rief Eva erleichtert, mit geschlossenen Augen und einem Strahlen im Gesicht.

Viktor lächelte Tina an. „Wir kennen uns jetzt gerade ein paar Stunden und schmieden schon Zukunftspläne. Ich schlage vor wir fahren nach Hause und wenn ihr wollt, komme ich morgen vorbei und wir unterhalten uns über die Zukunft von Recht und Sohn. Ich weiß jetzt wo ich dich finde, auch wenn du mir deine Adresse nicht geben willst“.

Auf dem Heimweg fuhren sie hintereinander her. Kurz bevor Viktor abbog, schaltete die vor ihm fahrende Eva die Warnblinkanlage ein und hielt rechts am Fahrbahnrand. Viktor stoppte dahinter. Tina stieg aus und kam zu ihm.

„Darf ich heute Nacht bei dir bleiben, damit du auch morgen ganz sicher zu uns kommst?“
„Steig ein“, grinste Viktor.

Erstaunt betrat sie wenig später sein Haus und sah sich um. „Hier sieht es aber sauber aus“ stellte sie erstaunt fest.
„Was hast du denn erwartet? Eine Messi-Wohnung in der man sich vor Dreck nicht mehr rühren kann?“

„Nein, aber eine Männerwohnung, die nicht damit gerechnet hat, dass heute weiblicher Besuch kommt“.
Viktor umarmte sie und sah ihr in die Augen. „Eigentlich widerspricht das, was ich heute mache allen meinen Prinzipien“.

„Meinen auch. Ich wollte nie mit jemanden den ich kennenlerne, am ersten Tag in seine Wohnung und noch weniger in sein Bett“.
„Mir geht es genauso. Aber du kannst ja auch in meiner Hängematte im Garten oder auf der Couch schlafen. Dann musst du nicht in mein Bett“.

Tina grinste ihn schief an: „Behandelst du alle deiner weiblichen Gäste so?“
„Nein, für dich würde ich sogar auf dem harten Boden schlafen.“

Sie wurde wieder ernst. „Ich habe bisher nicht an Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Aber heute hat es mich total erwischt“.
Dann schlang sie die Arme um seinen Hals und spitzte die Lippen zu einem langen Kuss, den er sehr gerne erwiderte. Die beiden setzten sich auf die Couch.

Tina war neugierig. „So, nun erzähl mir mal warum du deine ehemalige Firma verlassen hast“.
„Aha, also doch Spionage“, grinste Viktor.

„Nein, ich glaube dir, was du im Restaurant gesagt hast. Aber ich möchte gerne die Wahrheit über dich wissen und erzähle dir auch meine Geschichte. Ich konnte es nicht mehr aushalten, während der ganzen Fahrt die Rachepläne meiner Mutter anzuhören. Sie redete die ganze Zeit so, als ob sie es in die Wege geleitet hätte, dass wir uns treffen und stellt sich vor, dass du Rita Ludwig mit dem feurigen Schwert bekämpfst.“

„Da kann ich dich beruhigen. Bis zu dem Zeitpunkt als ich hörte, dass sie deine Mutter ist, war sie mir ehrlich gesagt, fast gleichgültig. Ich respektierte sie, weil Eva im Gegensatz zu deinem Bruder um die Firma gekämpft hat, verstehe jedoch nicht, warum man dich im Betrieb bisher verheimlicht hat“.

Nun begann Tina zu erzählen, davon, dass sie bei ihren Großeltern aufgewachsen sei, weil der Vater ihr bereits mit zwölf Jahren nachgestellt und an ihr herumgetapst habe, Leben im Internat, Ausbildung und Arbeit in der Großstadt als Buchhalterin und Studium zur Betriebswirtin, die erste Liebe, welche sich dann als Fehlgriff herausgestellt habe, denn er war nur auf die Firmentochter aus und als ihr Freund mitbekam, dass es der Firma Recht schlechter ging, hatte er sie eiskalt abserviert. Sie erzählte von ihrer Mutter, die von ihrem Vater mit anderen Frauen gedemütigt wurde und sich deshalb hinter einem Panzer aus Arroganz versteckte, versuchte die Eskapaden ihres Mannes auszugleichen indem sie sich ebenfalls Liebhaber suchte und nun, nachdem die Firma ihrer Eltern kaputt war, verzweifelt vor den Scherben des Lebens stand und als einzige Hoffnung Tina hatte, die ihren Job in der Großstadt, welcher ihr sowieso nicht gefiel, aufgab um sie zu unterstützen, der sie allerdings nicht im Wege sein wollte, wenn diese ihr eigenes Glück finden sollte.

Viktor hörte ihr schweigend zu und berichtete von seinem Leben, besonders von den letzten Wochen. Er erzählte offen von seinem Verhältnis mit Rita und die Geschichte mit Tine, dem Gespräch der Mädchen in der Kneipe, der schlaflosen Nacht als er beschloss sein Leben zu ändern und war auch so ehrlich ihr grinsend zu sagen, dass er im Internet nach einer Frau suche, aber sich bis jetzt noch nicht getraut hatte, eventuelle Rückmeldungen anzuschauen.

Darüber war Tina sehr amüsiert und wollte unbedingt sehen, was sich da getan hatte. Viktor zuckte mit den Schultern, sie gingen nach oben und er zeigte ihr den Steckbrief und die Anforderungen welche er an eine Partnerin stellte. Tina stellte fest, dass seine Wünsche sich mit ihren Eigenschaften nahezu deckten und bereits mehrere Antworten im Briefkasten lagen. „Da hast du ja eine ganz schöne Auswahl“, meinte sie.

Er nickte. „Ich habe meine Wahl schon getroffen“.

Vor ihren Augen löschte er ungelesen sämtliche Antworten, meldete seine Accounts ab und schaltete den Computer wieder aus.

Sie gingen ins Schlafzimmer und fielen auf das Bett. Eng umschlungen streichelten sich beide, zärtlich und fordernd. Tina griff lächelnd in seine Hose. Dort hatte sich schon jemand zu voller Pracht entfaltet. Sie begann ihn sanft auf und ab zu bewegen. Langsam zogen sie sich gegenseitig bis auf die Unterwäsche aus. Viktor strich sanft über ihre vollen Brüste. Deutlich spürte er die Erhöhungen unter dem Stoff, löste den Verschluss am Rücken und streifte den BH ab. Tina stöhnte, als er zart die Aureolen mit den Fingerspitzen berührte und die harten Nippel umkreiste.
Viktor strich über den Rand ihres Höschens und drang mit der Hand unter den Gummibund. Er fühlte nur einen schmalen Streifen kurzer Haare und hatte bald die Spalte erreicht. Aha – Mutter und Tochter im Partnerlook. Plötzlich lies Tina seinen harten Stab locker und zog sich etwas zurück.

„Was ist denn los?“ fragte er leise.
„Hast du Kondome da? Ich war schon lange mit keinem Mann mehr zusammen und verhüte nicht, doch es könnten momentan meine fruchtbaren Tage sein. Ich möchte nicht unbedingt so schnell Mama werden“.

„Nein, sowas habe ich nicht im Haus.“ Er sah sie an: „Es gibt auch andere Möglichkeiten uns zu lieben, ohne gleich miteinander zu schlafen. Wir haben noch so viel Zeit.“

Sie drückte ihn ganz fest an sich. „Du bist lieb“.

Viktor begann ihre Brüste zu küssen. Er unterlies es, die harten Brustwarzen zu berühren, legte sein Gesicht zwischen die großen Kugeln, strich mit der Zunge langsam nach unten, umkreiste den Nabel, neckte ihren Bauch. Tina erschauderte, bekam eine Gänsehaut und ein angenehmes Gefühl durchfuhr ihren Unterleib. Er presste seinen Mund gegen den Schamhügel und hauchte den warmen Atem durch ihren Slip.

Sie öffnete die Schenkel und stöhnte leise. Der Kopf ging langsam tiefer, das Gesicht berührte die weiche Scham, er saugte ihren erotischen Duft ein und wurde dadurch noch erregter.

Vorsichtig schob er das Höschen zur Seite. Seine Zunge wühlte gierig durch die feuchte Spalte. Tina stöhnte noch lauter. „Nicht“, hörte er sie leise flüstern, aber sie streichelte durch seine Haare und machte keine Bewegung ihn wegzudrängen, nahm ihre Beine noch weiter auseinander und drängte sich ihm entgegen.

Viktor zog die Schamlippen mit seinem Mund auseinander und drang mit der Zunge ein. Ein Schwall ihres Liebessaftes kam ihm entgegen. Schnell hatte er den Kitzler lokalisiert und leckte daran. Das war zu viel für Tina. Sie spürte bis in ihr Innerstes ein schon lange nicht mehr erlebtes Gefühl. Die Liebesmuskeln erzitterten und Wellen der Lust durchzuckten ihren Unterleib. Sie wollte ihn tiefer spüren, und presste Viktors Kopf gegen ihre Scheide, dass dieser kaum noch Luft bekam und sich mit sanfter Gewalt befreien musste
.
„Du erstickst mich ja fast“, flüsterte er.

„Entschuldige bitte, aber das war einfach zu schön“.

Viktor robbte nach oben und küsste sie.

„Soll ich dich auch…….“ . Sie griff an seine Unterhose.

„Nur wenn du willst“.

„Ich habe das noch nie gemacht“, kam es etwas kleinlaut von ihr.

„Dann brauchst du es heute auch nicht zu tun. Wenn man mit einem wildfremden Kerl die erste Nacht in dessen Bett verbringt gleich noch Experimente durchführen soll. Das muss nicht sein.“

Sie kicherte und beugte sich dann über ihn, nahm seinen harten Speer zwischen ihre Brüste und rieb ihn so lange auf und ab, bis er ab*******e .

Tina kuschelte sich danach ganz vertraulich mit dem Rücken eng an ihn. Er hatte seine Arme locker um ihren Körper gelegt, als ob er sie festhalten würde. So ein Gefühl von Geborgenheit und Wohlbehagen habe ich schon lange nicht mehr gespürt, ging es ihr durch den Kopf, bevor die Augen zufielen.

Viktor lag noch länger wach. Es war noch nicht lange her, als er mit Rita in diesem Bett lag. Doch im Gegensatz zu der Situation mit ihr, dachte er jetzt nicht an Sex. Natürlich – ein bisschen schon, aber alleine Tina im Arm zu halten, zu spüren und zu riechen, befriedigte ihn mehr, als ein Orgasmus mit Rita im Büro. Gestern um diese Zeit hatte er erst beschlossen in das Bad zu fahren und jetzt lag er hier mit einer Frau, die innerhalb von Stunden erneut sein Leben durcheinandergewirbelt hatte.
Mutter und Tochter – er lächelte. Nach dem Zusammentreffen mit Eva Recht in der Sauna hatte er dies noch kategorisch ausgeschlossen. Jetzt hatte er wieder diese Situation, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Er war in die Tochter verliebt, für die er heute Vormittag bereits alles aufgegeben hätte, um ihr nahe zu sein. Was sie für ihn empfand hatte er bereits im Bad gehört. Immer wieder gingen diese Worte durch den Kopf. Sie zeigte ihr Vertrauen, indem sie in sein Auto gestiegen war und mit zu ihm fuhr.

Auch die Arbeit liebte er. Mit der Firma Recht konnte man schon etwas anfangen. Bei RELG waren es am Anfang auch nur zehn Mitarbeiter. Es war ein sehr harter Konkurrenzkampf zu befürchten. Rita würde nichts unversucht lassen, um Eva Recht und ihn zu vernichten und er dachte an die gehässigen Aussprüche, die sie über ihre Rivalin vom Stapel gelassen hatte. Viktor konnte Eva allerdings, besonders nach dem Gespräch mit Tina vorhin, verstehen. Sie war bereits zu seiner Zeit bei RELG nicht so unsympathisch, wie Rita die Frau geschildert hatte. Der Eindruck hatte sich heute beim Essen vertieft. Auch ihre Aussage, sie wolle mit ihrem Ehrgeiz es Rita zu zeigen, der Liebe ihrer Tochter nicht im Wege stehen, festigte dieses Empfinden.
Ehrgeiz – auch in Viktors Gedanken keimte dieses Wort wieder auf. Schmunzelnd dachte er an Ritas Gesicht, wenn sie erfahren würde, wo er abgeblieben war. Einige Kunden würde er ihr schon abluchsen, dazu die alten von Recht wieder aktivieren. Es dürfte kein Problem sein, die zehn Mitarbeiter zu beschäftigen. Mit diesem Gedanken schlief auch er ein.

Am nächsten Morgen fuhren sie zeitig los. Edgar und seine Frau standen vor dem Haus.
„Das ist meine neue Chefin“, rief Viktor ihnen stolz zu bevor sie ins Auto stiegen, während Tina ihn anlachte.

Fortsetzung folgt
  • Geschrieben von RudiRabe
  • Veröffentlicht am 05.02.2020
  • Gelesen: 5190 mal

Kommentare

  • Wischi11.11.2019 19:45

    Hoffentlich ist die Geschichte noch nicht bald zu Ende. Rita sollte ihn zurückholen

  • Mone15.11.2019 10:44

    Romantisch

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