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Arbeiten und Lieben (Teil 14)

5 von 5 Sternen
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„Endlich alleine“, sagte Tina auf dem Zimmer und schlang ihre Arme um Viktors Hals. Der küsste sie lange und zärtlich, begann dabei beide bereits auszuziehen
.
„Bist du mir böse wegen der letzten Nacht mit Mama?“ flüsterte sie ihm ins Ohr.

„Ich habe dir schon einmal gesagt, dass ich als Mann lügen würde, wenn es mir keinen Spaß machen würde mit zwei Frauen. Aber ich bin eher ein monogamer Typ und du kennst meine Vorbehalte. Wenn es nicht zur Regel wird, dass wir zu dritt schlafen, habe ich nichts einzuwenden“.

„Das sieht Eva genauso.“

Sie zog ihn aufs Bett und sah ihm zärtlich in die Augen. „Hast du eigentlich was dagegen, wenn ich die Pille absetze?“

„Tina ich möchte von dir Kinder, aber ich möchte, dass du sie dann selber aufziehst und wir beide viel für sie da sind, gerade wenn sie klein sind. Es sollen nicht solche verzogene und unzufriedene Monster werden wie Tine. Du müsstest in der Firma kürzertreten und wir würden auf alle Fälle jemanden einstellen der dich entlastet, wobei wir zu dritt sowieso auf Dauer nicht mit der Arbeit nachkommen. Ich denke, dass wir die Größe der Firma auf dem momentanen Stand einfrieren sollten. Durch euch beide habe ich zwar wesentlich mehr Luft für Beratung und Vertrieb, doch auch da ist irgendwann eine Obergrenze erreicht, obwohl ich Karl und Willi besser in die Technik und Arbeitsvorbereitung einbinde und sie mich hierbei entlasten. Außerdem möchte ich etwas von meiner Frau und eventuell bald auch von meiner Familie haben“.

„Du bist der Chef, hast recht und weißt was gut ist. Meine Mutter ist ganz begeistert, wenn sie sieht, was in der kurzen Zeit geschehen ist. Davon haben wir vor einem halben Jahr nicht einmal geträumt. Ich weiß noch, wie Mama in der Halle stand und mir sagte, es wäre ihr Traum, dass hier einmal wieder 20 Menschen arbeiten würden. Sie bewundert dich und mir geht es genauso. Du hast die Firma im Griff, die Arbeiter stehen voll hinter dir, die Kunden mögen dich, vertrauen dir und ich fühle mich an deiner Seite sicher und pudelwohl.“

„Nur an meiner Seite oder auch über und unter mir?“

„Da ganz besonders“.

„Um eins beneide ich die kleinen Babys aber jetzt schon“.

„Worum denn?“

Er nahm eine ihrer Brustwarzen in den Mund und nuckelte leicht daran. Tina lachte dabei. Aber der Gedanke daran ein Baby an die Brust zu legen und Viktors Mund, lösten bei ihr noch nie erlebte Gefühle aus. Sie griff in seine Haare und streichelte ihn zärtlich.

„Einen Nachteil hat so ein Baby aber. Ich kann ihm nicht so schön durch die Haare fahren wie dir“, flüsterte sie traurig.

Viktor legte seine Hand auf ihre Hüfte, strich über den Hintern und glitt von hinten zwischen die Falte ohne sein Saugen zu unterbrechen. Tina öffnete ihre Schenkel, diese Berührung war für sie ungewohnt.

„Steckst du mir auch mal einen Finger in den Po?“ fragte sie leise.
Viktor erschrak. „Hat dir deine Mutter das erzählt“?

„Aber natürlich. Sogar, dass dein Schweif ein gutes Stück länger ist als der meines Vaters und du sie genommen hast wie ein wilder Stier. Sie hat gesagt, du bist dabei genauso gut wie in der Arbeit“.

„Und dann willst du dich jetzt von mir schwängern lassen. Hast du da keine Angst?“

„Nein, wir können es miteinander machen, bis kurz vor der Geburt und auch danach gleich wieder. Du wirst keine Chance haben, es mit deiner Schwiegermutter lange zu treiben und noch weniger, fremd zu gehen. Damit ich mich gleich an die Stellungen mit dickem Bauch gewöhnen kann, werde ich dich heute noch reiten, anschließend kannst du mich versuchsweise mal von hinten nehmen.“

Sie warf sich auf ihn, die beiden balgten bis Viktor sich ergab, Tina auf ihm saß und seinen harten Prügel durch ihre Spalte führte indem sie vor und zurück rutschte. Viktor verschränkte die Hände hinter dem Kopf.

„Na dann mal los“.

„Du kannst auch etwas tun, du fauler Knochen“, maulte sie, führte aber seine Genusswurzel in ihre Grotte ein. Anscheinend hatte Eva ihr auch noch erklärt wie sie mit den kreisenden Bewegungen Viktor zu Hochform auflaufen lassen konnte. Denn der begann, bereits kurz nachdem sie damit angefangen hatte, zu stöhnen.

„Wenn du so weiter machst wird es nichts mehr von hinten“, flüsterte er.

Tina warf ihre langen Haare zurück. „Die Nacht ist noch lange und wenn du zu schnell bist, wecke ich dich später wieder zum zweiten Durchgang“.

Sie beugte sich nach vorne, dass er nach ihren Brüsten greifen konnte, erhöhte gleichzeitig das Tempo und erreichte bald den gewünschten Erfolg. Ihr Becken wurde von einem heftigen Zittern durchflutet, verstärkt durch Viktors Bewegungen, der sie plötzlich genauso hochhob wie Eva und ihr dadurch einen noch intensiveren Höhepunkt bescherte.

„Wer ist denn eigentlich besser von uns beiden? Mama oder ich?“

„Deine Mutter ist schlechter rasiert als du.“

„Und wer reitet besser?“ bohrte sie weiter.

„Hmmm, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, aber mir ist meine Tina am liebsten, weil ich die liebe und mit niemanden vergleichen kann und auch nicht möchte.“

„Und wie war das mit den beiden Ludwig Frauen?“

„Du machst dich unbeliebt, wenn du mich dauernd an sie erinnerst und mit ihnen verglichen werden willst. Ich habe dir schon gesagt, dass die beiden nur ein Fiegverhältniss waren und für mich mehr dazu gehört als das.“

Tina war immer noch nicht zufrieden. „Und wie treibt man es mit so einem Fiegverhältniss“?

Viktor merkte die Provokation in ihrer Stimme. Er wusste worauf das hinauslief. Sie hatte noch nicht genug.
„Am besten von hinten reinstecken, losrammeln, abschießen und dann tschüss“.

„Wieso von hinten?“

„Damit man sie von vorne nicht anschauen muss und von hinten kann ein Mann richtig kraftvoll“.

Tina griff nach seinem Lustbolzen und brachte ihn langsam wieder in Form.

„Dann möchte ich mal das Kraftvolle von dir spüren“, flötete sie, ging auf die Knie, stützte sich mit den Ellbogen ab und streckte ihm keck ihren Po entgegen.

Dieser Anblick sorgte für einen zusätzlichen Kick in Viktors Unterleib. Seine Stange stand bereits wieder und er testete mit den Fingern die Geschmeidigkeit des Schlitzes. Bereits nach kurzer Zeit war er zufrieden, setzte seinen Riemen an und drang vorsichtig ein. Zentimeter für Zentimeter ging es gemächlich tiefer. Zwei vor, einen zurück, bis der Schaft ganz verschwunden war. Dort verharrte er ein paar Sekunden.

Ihre Rosette blickte ihn auffordernd an, die leicht faltige, rosige Haut erregte noch mehr das Teil, welches bereits tief in Tina steckte. Er befeuchtete einen Finger mit Tinas üppig fließenden Liebessaft und setzte dann an ihrem kleinen Löchlein an. Durch die Berührung zog sie instinktiv ihre Muskeln zusammen und machte dabei ihr Fötzchen enger.

„He was machst du denn da?“ flüsterte sie überrascht.

„Soll ich aufhören?“

„Nein, mach weiter aber sei bitte vorsichtig“.

„Dann entspann dich und denke an das was ein Stückchen weiter unten in dir steckt.“

Langsam übte er mehr Druck aus und drang mit vorsichtigen, drehenden Bewegungen tiefer. Das Entspannen war für Tina gar nicht so einfach. Je mehr sie sich sperrte, umso intensiver spürte sie Viktor in sich und hatte daran schon Freude. Doch insgeheim dachte sie an Evas Worte, die in den höchsten Tönen von Viktors kleinem Ausflug in ihren Po geschwärmt hatte. Deshalb wurde sie lockerer und drückte sogar etwas entgegen bis er den Widerstand überwunden hatte und eindrang.

Meinte sie es nur, oder wurde Viktors Samenstange dadurch noch stärker? Das Gefühl war auf alle Fälle angenehm, noch dazu als er sie kräftiger zu stoßen begann. Sie fühlte wie seine Hoden gegen ihre nasse Muschi prallten und dabei ein leichtes, klatschendes Geräusch entstand. Auch der Finger in ihrem Hinterstübchen blieb nicht untätig. Durch die Darmwand hindurch spürte er sein Zepter im Liebeskanal seiner Freundin und verstärkte ihre Enge, drückte ihn nach unten und fuhr entgegen seinen Bewegungen vor und zurück. Tina zog ihren Schließmuskel zusammen um ihn festzuhalten. Wiederum erfuhr sie ein völlig anderes Gefühl. Irgendwo habe ich mal was von einem G-Spot gehört, ging es ihr durch den Kopf als die Berührungen seines Gliedes an einer ungewohnten Stelle kleine Blitze in ihr auslösten.

Sie badete richtig in diesen wohltuenden Kontakten, wünschte es würde nie zu Ende gehen. Becken und Po waren ein einziges Zentrum der Lust und dieses Gefühl entlud sich plötzlich in einem tiefen Stöhnen sowie einem gewaltigen Orgasmus. Viktor spürte ihre Bewegungen, passte sich an und pumpte seinen Saft zum zweiten Mal in den gierigen Schlund.

Danach lagen beide entspannt nebeneinander.

„Das war mit das Schärfste, was ich bisher erlebt habe“, begann Tina.

„He, ich möchte dich aber nicht oft von hinten nehmen, dazu bist du zu hübsch. Ich will dich anschauen und küssen“.

Tina nahm seinen Kopf in ihre Hände und gab ihm einen langen Kuss.

„Du bist einfach nur lieb“, flüsterte sie ihm ins Ohr.

Der Kongress begann mit den Neuwahlen um den Vorstand arbeitsfähig zu halten. Dr. Werner verabschiedete das ausscheidende Mitglied und präsentierte die beiden Bewerber um den vakanten Posten. Tine war nervös und blieb während ihrer Rede mehrmals hängen. Sie sprach von Erfolgen und der Erfahrung ihrer Firma RELG, nannte sogar ausgeführte Prestigeprojekte, erwähnte natürlich nicht, dass die alle von Viktor abgewickelt worden waren, verwies auf eine eigene, langjährige Ausbildung und forderte im Zuge der Gleichberechtigung ihre Wahl. Fachliche und sachliche Punkte berührte sie nicht und erhielt am Ende spärlichen Applaus. Viktor schilderte seinen Werdegang und stellte sich als Mitgesellschafter der Firma VATER, mit ihren mittlerweile vierzig Beschäftigten vor. Er hob in den Vordergrund, dass ihre Branche Änderungen und Vereinfachungen brauche, die er gerne in der Vorstandschaft mit vorantreiben wolle. Bereits während seiner Rede wurde er mehrmals von Applaus unterbrochen, der am Ende langanhaltend aufbrandete.

Viktor strahlte über das ganze Gesicht als ihm Dr. Werner wenig später zu einem überwältigenden Sieg gratulierte und Tina ihm vor den Augen aller, einen Kuss gab. Zu ihrer Überraschung musste jedes neue Vorstandsmitglied eine Assistentin ernennen und es war klar, dass sie Viktor unterstützen sollte. Tine und Blacky verschwanden mit beleidigten Gesichtern unmittelbar nach der Wahl. Dr. Werner murmelte etwas von schlechten Verlierern und ging dann zur weiteren Tagesordnung über.

Rita Ludwig saß zusammengesunken an ihrem Schreibtisch und sah aus dem Fenster. Sie fühlte sich krank, müde und kraftlos. Die letzten Wochen hatten sie spürbar altern lassen. Ohne Elan war sie mit Tine auf die Messe gefahren, obwohl diese alleine mit Schwarz den Stand übernehmen wollte. Jedoch hatte das Argument ihres Mannes gegriffen, dass zumindest eine bekannte Person RELG dort vertreten sollte, da weder Tine noch ihr neuer Schwarm den Kunden bekannt waren. Sie erschrak heftig, als sie am Tag vor Messebeginn beim Einräumen des Standes, nicht weit entfernt den Schriftzug VATER erblickte.

Noch schlimmer kam es im Hotel. Ein Stich ging durch ihr Herz, beim Anblick von Viktor und Tina. Die beiden lachten, turtelten und küssten sich am Tisch, gingen so glücklich und vertraut miteinander um, dass Rita vor Eifersucht fast platzte. An Viktor war sie bei dem Gespräch vor der Toilette, abgeprallt wie an einer Gummiwand, das Video mit Schwarz traf sie bis ins Mark. Viktor würde seine Drohung nicht wahr machen, den Film ihrem Mann zu schicken. Dazu war er zu anständig.

Als Liebhaber war Schwarz sowieso eine absolute Niete. Das eine Mal hatte ihr gereicht. Abgesehen von der Minitauraugabe in seiner Hose war er nicht mehr als ein plumper Trampel, der zwar kräftig und hart zustoßen konnte, aber ansonsten kein Gefühl für eine Frau hatte. Sollte Tine ihn doch haben, wenn sie nichts Besseres fand. Doch auch beruflich war er ein Versager. Kaum ein Kunde kam mit ihm zurecht, die Arbeiter schon gar nicht, von Technik und Vertrieb hatte er keine Ahnung. Das Betriebsklima war total am Boden, besonders nachdem Karl gegangen war. Sie hoffte auf die Rückkehr ihres Mannes, damit dieser das Geschäft zumindest wieder etwas in Schwung bringen würde.

Tina Recht war eine sehr hübsche Frau, stellte sie fest und wollte versuchen einen Keil zwischen die beiden zu treiben. Sie wartete ab, bis er am nächsten Tag vom Stand weg, bei ihr vorbeilief, ging dann zu VATER und schilderte Tina, was Viktor für ein sadistischer Typ sei. Dabei hatte Rita sich so in Rage geredet, dass sie sich am Ende selber noch leidtat und glaubte was sie erzählte.

Aber Tina hatte nur cool gelächelt und ihr eine böse Abfuhr erteilt, ruhig gesagt, sie müsse von einem anderen Viktor reden und ihn zärtlich als den Menschen bezeichnete neben dem sie alt werden möchte. Rita war vor Wut kochend abgezogen.

Am selben Abend wurde sie Zeugin des Heiratsantrags, als er lächelnd mit einem riesigen Rosenstrauß durch das Restaurant lief, der Kellner Champagner in die versteckte Ecke der beiden brachte und später dann eine strahlende Tina Recht mit dem Rosenstrauß und einem glänzenden Ring am Finger, an ihnen vorbeiging und sie siegessicher anlächelte.

Geschäftlich lief überhaupt nichts. Kunden kamen an den Stand, fragten nach, wegen technischer Beratung und kurzfristigen Angeboten, doch sie konnten nicht helfen. Jeder vermisste Herrn Albert. Ihre Versuche etwas zu erklären scheiterten, da sie fachlich keine Ahnung hatte. Alle zogen verärgert ab und standen dann strahlend und erfreut bei VATER.

Verstohlen hatte sie beobachtet, dass Viktor, wenn kein Besucher am Stand war, mit dem Laptop arbeitete und vermutlich Angebote kalkulierte, mit seinem Programm, das er selber entwickelt hatte. Rechnete er auch hier noch mit derselben hohen Marge? Rita sprach einen ihrer ältesten Kunden der ein Angebot wollte an, sich doch bitte bei VATER eine Offerte unterbreiten zu lassen und ihr zu bringen, sie würde den Auftrag günstiger für ihn erledigen. Dieser hatte sie ganz erstaunt angesehen und gemeint, wenn RELG solche Tricks nötig habe um an Aufträge zu kommen, sei es nicht mehr das Unternehmen mit dem er zusammenarbeiten werde.

Ihn erblickte sie gleich darauf bei VATER, stellte wütend fest, dass auch Tina ihren Kopf interessiert über die Pläne beugte und Viktor mit ihr diskutierte und erklärte. Hilflos gestand sie ein, dass sie mittlerweile gar nichts mehr wusste, was den Vertrieb anbelangte. Lediglich Standardprodukte konnten anhand einer Preisliste, die noch aus Viktors Zeit stammte von ihr angeboten und verkauft werden.

Früher rief ihr Mann meist nach zwei Tagen an und berichtete über Auftragserfolge, dieses Mal hatten sie während der ganzen Messe keine einzige Zusage. Tine war nur gelangweilt – es war ihr schon zu viel Arbeit einen Kaffee oder ein Getränk anzubieten, die Knabbereien an den Tischen vertilgte sie selber. Der nächste Schock kam als Schwarz anrief und informierte, dass Bau und Bruch den großen Auftrag reklamierte und nicht bezahlte. Alle Fehler hatte sein Vorgänger gemacht, sowie die Arbeiter von Recht bei der Produktion. Auf Drängen Tines fuhr Rita heim um das abzuklären. Schwarz sollte zur Messe kommen.

Sie erschrak als sie auf den Hof fuhr. Wegen der Kurzarbeit stand nur Hannes Auto da. Die brauchte sie noch, aber vor ihren Augen erschien das Video mit Schwarz, welches nur Hanne gemacht haben konnte. Wiederum lagen sechs Kündigungen von Arbeitern auf ihrem Schreibtisch. Sie schüttelte den Kopf. Die konnten doch nicht alle zu VATER gehen. Soviel Platz war in deren Halle nun auch wieder nicht.

Rita fuhr mit den ganzen Unterlagen und Zeichnungen des Auftrages zu ihrem Mann. Dieser hatte die Fehler bald entdeckt. „Die Arbeiter und Viktor haben nichts falsch gemacht. Überall wo „SCH“ auf den Plänen steht, ist Schei*e drauf“, tobte er. „Schmeiß den Idioten sofort raus, bevor er den Betrieb ruiniert. Wenn es dumm läuft, kostet uns das alleine mehr als den halben Jahresgewinn“. Rita war konsterniert zurückgefahren. Schwarz hatte sie die ganze Zeit nur angelogen.

Am Montag auf dem Weg zur Firma wartete sie an einer Ampel und sah plötzlich Eva Recht vor sich auf ihre Fahrspur einbiegen. Sie musste es sein – der benachbarte Landkreis, das Auto und dazu die Kombination ER. Eva fuhr Richtung Industriegebiet und bog in die Straße, Richtung ihrer Firma ab.
Was war das? Sollte RELG helfen die vielen Aufträge zu bewältigen und Viktor schickte Eva vor? Sie wollte keinen Finger für VATER krumm machen und Eva aus der Firma werfen, legte sich bereits wütend in Gedanken zurecht was sie ihr ins Gesicht schreien würde. Doch das Auto fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit am Tor vorbei, Rita neugierig geworden - hinterher.

Eva bog links ab, dann rechts und fuhr auf ein Betriebsgelände, das Rita kannte. Sie hielt auf der Straße an, riss den Mund weit auf, schnappte nach Luft und war einem Kollaps nahe. Auf dem Parkplatz standen die bekannten Autos und Fahrräder ihrer ehemaligen Mitarbeiter. Doch nicht genug. Karl kam aus dem offenen Tor, begrüßte Eva per Handschlag. Die beiden gingen in das Gebäude und lachten dabei. Das war zu viel für Rita. Vor ihren Augen drehte sich alles. Sie wusste später nicht mehr wie sie in ihr Büro gekommen war.

Was hatte sie nur falsch gemacht? Viktor - Immer wieder tauchte er in ihren Gedanken auf. Warum hatte sie ihn gehen lassen? Warum nicht sofort zurückgeholt? Warum hatte sie ihn auf Tine angesetzt? Warum hatte sie ihn nicht selber behalten, ihren Mann vor die Türe gesetzt, mit Viktor den Betrieb geführt? Der gutmütige Typ hätte hervorragend das Geschäft gelenkt und alle sexuellen Gelüste erfüllt. Mittlerweile lag sie nachts im Bett, schaffte sich Abhilfe mittels ihrem großen Silikondildo und dem Analriemen mit Haarschweif. Sie dachte dabei immer an ihn, wie er mit seinem langen Prügel, den Händen und der Zunge ihren Körper in höchste Ekstasen versetzt hatte.

Wie konnte sie nur so dumm sein und ihn mit Tine verkuppeln, obwohl er sie selber davor warnte? Wie konnte er erfahren, dass er Tine schwängern sollte? Hatte die wieder ihre doofe Klappe nicht halten können? Egal - jetzt war er weg und mit ihm auch sein Wissen, sein Fleiß und seine Ausstrahlung welche alle Leute so schätzten.

Fast sämtliche Kunden hatten sie in der kurzen Zeit verlassen. Das hatte sie nicht erwartet. Auch nicht, dass er sofort zu Recht gehen würde – gerade zu ihrer größten Feindin. Dafür hasste sie ihn ganz besonders. Wenn VATER bereits vierzig Leute beschäftigte, würde nicht mehr viel Arbeit übrigbleiben. Die Partner hatten in den letzten Jahren nur noch mit Viktor verhandelt und gesprochen. Der hatte sich zusammen mit der Firma laufend weiterentwickelt und war zu einem hervorragenden Fachmann geworden. Weder ihr Mann, noch Schwarz konnten ihm das Wasser reichen, fachlich nicht und vor allem menschlich. Doch es machte keinen Sinn. Alle guten Leute hatten RELG wegen Schwarz und der Kurzarbeit verlassen, arbeiteten zusammen mit Karl für Viktor. Sie hatte nicht mal mehr einen Vorabeiter. Einzig zwei langjährige Mitarbeiter und ein paar Helfer, Mitläufer wie Viktor sie oft bezeichnet hatte, waren jetzt noch da.

Ihr war zum Weinen zumute, als Tine anrief und wütend berichtete, dass Viktor Albert in den Vorstand gewählt worden war, noch dazu mit einer überwältigenden Mehrheit. Apathisch nahm Rita diese Meldung zur Kenntnis. Tine jammerte, es ginge ihr überhaupt nicht gut und sie würde mit Blacky noch ein bis zwei Tage auf Firmenkosten in diesem Hotel bleiben. Rita raffte sich auf und schrieb als erstes die fristlose Kündigung für Hanne. Wegen Vertrauensbruch und Verbreitung von Firmengeheimnissen an Wettbewerber. Natürlich fiel diese aus allen Wolken, sie hatte keinen Schimmer davon, was sie angestellt haben sollte und auch die Anspielungen Ritas verstand sie nicht, bevor sie in Tränen aufgelöst ging.

Dann kam die Kündigung für Schwarz. Das größte Problem würde sein, Tine davon zu überzeugen, dabei musste ihr Mann helfen. Sie hatte gerade unterschrieben als ihre Tochter erneut anrief. Überglücklich jubelte sie durchs Telefon: „Mama ich bin schwanger, ich bin schwanger, ich bin schwanger.“

Zum zweiten Mal an diesem Tag drehte sich die Welt um sie herum. „Von wem denn?“ fragte sie leise. „Ja natürlich von Blacky – und stell dir vor, er hat mir soeben bereits einen Antrag gemacht und will mich heiraten. Der Rosenstrauß war allerdings kleiner als der, den Viktor dieser Recht geschenkt hat, aber das kann sich noch ändern. Auf alle Fälle habe ich einen Mann an meiner Seite, mit dem ich die Firma übernehmen kann“.

Das war vermutlich das Ende. Rita sah sich in der gleichen Situation, wie Eva Recht noch vor ein paar Monaten. Das Bild der gedemütigten und verzweifelten Frau tauchte vor ihren Augen auf. Doch sie würde nie an diese verkaufen. Gedankenverloren ging sie in das Büro ihres Mannes zur Minibar. Rita goss einen großen Cognacschwenker mehr als halb voll und leerte ihn mit einem Zug. Danach ging es ihr besser und sie nahm Flasche und Glas mit in ihr Büro.


Als Viktor und Tina heimkehrten, machten sie sich sofort über die liegengebliebene Arbeit her. Eva hatte täglich die Niederlassung aufgesucht und den Auftrag von Bau und Bruch überwacht. Viktor wurde von ihr, Willi und Karl auf den neuesten Stand gebracht, bereitete neue Produktionsaufträge vor und bearbeitete die Messekontakte nach, während Tina die Buchhaltung aktualisierte und feststellte, dass der operative Bereich hervorragende Zahlen präsentierte. Viktor schlug vor, den Arbeitern der alten „Stammbesatzung“ um Willi, mit einer Bonuszahlung eine Wiedergutmachung auszusprechen. Die beiden stimmten zu. Eva war trotz der vielen Arbeit immer gut gelaunt, suchte beinahe täglich die Zweigniederlassung auf, um Viktor dort zu entlasten und Karl bei den schriftlichen Arbeiten zu unterstützen.

Der Restauftrag für Bau und Bruch wurde pünktlich ausgeliefert. Bevor Viktor die Rechnung erstellte, meldete sich Ralf Werner und bat ihn die Summe um einiges zu erhöhen, da er mit RELG in einen Rechtsstreit treten würde und dazu die Rechnung vorlegen wollte. Zur Überraschung überwies er innerhalb einer Woche den gesamten Betrag.

Eva organisierte in der Niederlassung ein gemeinsames Fest für die komplette Belegschaft und deren Familien. Dabei wurde unter großem Jubel die Verlobung von Viktor und Tina bekanntgegeben.
Kurze Zeit darauf gab es vor dem Arbeitsgericht zwei Verhandlungen. In beiden bekamen die Kläger Recht. Viktor und Karl erhielten die geforderte Abfindung, eine Berufung hielt der Anwalt von RELG für sinnlos und so musste Rita zähneknirschend für ihre beiden ehemaligen Führungskräfte jeweils eine nachträgliche Lohnabrechnung erstellen, mit Summen die sie fast zum explodieren brachten.


  • Geschrieben von RudiRabe
  • Veröffentlicht am 10.02.2020
  • Gelesen: 5505 mal

Kommentare

  • Mone17.11.2019 08:29

    Das ist eigentlich ein richtiger Roman, alle Achtung

  • RudiRabe17.11.2019 09:26

    Danke für deine Komplimente. Heute abend folgt der Schlußteil und ab morgen bin ich im Urlaub, ohne Computer, Laptop und Handy.
    Ich habe bereits eine neue Geschichte angefangen, welche eventuell ähnlich lange wird und die nach meinem Urlaub startet.
    Beim lesen deiner Geschichten komme ich mir sprachlich allerdings wie ein Erstklässler vor.

  • Kred17.11.2019 09:32

    Wir wünschen einen schönen und erholsamen, vor allem aber sehr inspirierenden Urlaub.

  • RudiRabe17.11.2019 19:51

    Hallo Kred, danke für die Wünsche. Vielleicht fällt mir in meinem Urlaubsort gleich was neues ein. Es soll dort viele Damen im Bikini geben. ; )

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