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Arbeiten und Lieben (Teil 10)

5 von 5 Sternen
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Bei VATER kümmerte sich EVA um den Einkauf und vertrat zuerst zusammen mit Tina die Firma nach außen, denn Viktor war nur als geringfügig Beschäftigter tätig, da er bis zum Erhalt der fristlosen Kündigung offiziell noch bei RELG unter Vertrag stand.

Es war für sie schwer sich bei den Lieferanten durchzusetzen, die mit Argwohn auf den neuen Betrieb sahen und mit dem Namen Recht eine sehr schlechte Zahlungsmoral verbanden. Erst als sie dem Verkaufsleiter eines Hauptlieferanten mitteilte, dass Viktor Albert gesagt hätte, sie müsse einen bestimmten Rabattsatz erzielen und auf die vorsichtige Frage, was dieser mit der neuen Firma zu tun habe, antwortete, er sei Teilhaber und werde hier in Kürze Geschäftsführer, zerbrach das Eis sofort in tausend Stücke.

Ab diesem Zeitpunkt begann Eva alle Preisverhandlungen lächelnd mit dem Satz, „Viktor Albert hat gesagt….“. Sie kürzte damit langwierige Gespräche erfolgreich ab, denn die Lieferanten hatten ausbleibende Anfragen und Aufträge von RELG sehr wohl registriert und rätselten, wo der Macher abgeblieben war.

Viktor war verwundert, wie gut und flink die beiden Frauen arbeiteten und ihn unterstützten. Bei Rita und Hanne musste er sich um alles selber kümmern. Während die Chefin misstrauisch jeden Beleg vier- oder fünfmal in die Hand nahm, überprüfte und verglich, war Hanne mehr damit beschäftigt Fingernägel zu maniküren, Augenbrauen zu zupfen, Kaffee zu trinken und zu rauchen. Gar nicht daran zu denken, dass eine der beiden, Lieferanten anfragte, Material bestellte, oder sich um die Belieferung kümmerte. Was waren das doch für faule Weiber, dachte er.

In Evas Haus schliefen sie im Obergeschoß, während Eva unten ihr Schlafzimmer hatte.
Die Nächte mit Tina waren für Viktor liebevoll und zärtlich, die Tage arbeitsreich, es bahnten sich Aufträge an, dass Viktor Angst wurde. Einige Kunden von RELG erfuhren über Umwege, wo Viktor abgeblieben war und fragten bei VATER nach. Viktor hatte lange Lieferzeiten mit seinen Leuten, die er innerhalb weniger Wochen verdoppelte. Es mussten noch mehr Leute her und zwar nicht nur zwei oder drei. Platz war genügend da.

Willi entpuppte sich als ähnlicher Charakter wie Karl, war begeistert von der Ruhe, der Ausstrahlung und dem technischen Wissen seines neuen Chefs, welcher von Anfang an sagte, dass er ihm die Produktion vollkommen überlassen würde, ihn um Rat fragte, seine Ideen und Wünsche aufnahm, diskutierte und wenn er sie für gut hielt, umsetzte. Er führte jedoch auch Verbesserungen ein, die sich in der alten Firma bewährt hatten, allerdings nicht, ohne darüber mit Willi, Eva und Tina zu sprechen.

Besonders das Feierabendbier mit der Belegschaft, welches Viktor oft stiftete, kam besonders gut an und so hatten sie bald ein eingeschworenes Team, das alles für die Firma tat. Schnell reichte eine Kiste Bier nicht mehr für die gesamte Belegschaft aus. Der Stress holte Viktor wieder ein. Als er nachts in Tinas Armen lag und über die viele Arbeit nachdachte, hatte er eine Idee.

Eines nachmittags kam Tina in sein Büro und stützte sich auf seine Schulter während er am Schreibtisch saß.

„Sag mal wo hast du es eigentlich mit Rita Ludwig getrieben?“

„Na wo denn, natürlich im Büro“.

„Hast du denn keine Gelüste es mit mir auch mal hier zu tun?“

„Nein“.

„Warum nicht? Bin ich dir nicht gut genug für ein Büroabenteuer?“

„Doch, aber hier fehlt der Anreiz. Du trägst die ganze Zeit nur Hosen, bis an den Hals hochgeschlossene Blusen und Shirts. Rita kam mit weit ausgeschnittenen Kleidern, Röcken, halb offenen Blusen, darunter trug sie Strapse, Dessous und im Schritt offene Höschen. Dagegen wirkst du wie eine prüde, verklemmte und verstaubte alte Bürojungfer,“ lachte er.

Tina sah ihn mit offenem Mund und aufgerissenen Augen entsetzt an.
„Oocchh“, war das Einzige, was sie hervorbrachte. Dann verschwand sie und fuhr mit dem Auto weg.

Als sie sich am nächsten Morgen ankleideten, sah er wie Tina verführerisch einen schmalen Strapsgürtel und Nylons anlegte, einen Push-up BH und darüber ein weit ausgeschnittenes Kleid. Auf den Slip verzichtete sie komplett. Der kleine Viktor richtete sich auf und der große wollte sofort über sie herfallen.

Sie wehrte ab. „Nein - so nicht. Du kannst dir zwar Appetit holen, aber gegessen wird im Büro und das auch nur wenn du brav bist und Eva mal wegfährt“.

Doch Eva tat den beiden nicht den Gefallen.

Viktor musste am Nachmittag Tina etwas erklären und lockte sie so neben seinen Schreibtisch. Während sie auf die Papiere sah, griff er ihr von hinten unter das Kleid und fuhr an der Innenseite ihrer Schenkel langsam hoch, strich sanft über ihre Spalte bevor er vorsichtig eindrang. Tina atmete tief und öffnete die Beine. Viktor fühlte Nässe, spürte wie die Muschi weicher wurde und sich öffnete. Sie stöhnte zuerst leise und dann immer lauter, bis die aufgeschreckte Eva kam.

„Ist bei euch alles in Ordnung? Ich habe gerade so komische Geräusche aus deinem Büro gehört.“

„Alles okay, ich habe mich nur leicht verschluckt und deshalb mehrmals geräuspert“, sagte Viktor, ohne den Finger aus Tina zu nehmen.

Eva sah die beiden etwas kritisch an, ein Grinsen huschte über ihr Gesicht, vermutlich dachte sie das Richtige. Gerade als sie sich umdrehte, um zu gehen, drückte Viktor tief in die glitschige Muschi, während ein anderer Finger erfolgreich ihren Kitzler fand. Tina stöhnte auf und bekam, um das zu vertuschen einen langanhaltenden Hustenanfall, während Viktor ganz genüsslich in ihrem Lustkanal spielte und sie an den Rand eines Höhepunktes trieb. Schnell entzog sie sich ihm.

„He, lass gefälligst deine Finger von der Buchhaltung“, grinste sie empört.

„Meine Finger? Okay.“

Er fuhr mit seinem Stuhl zurück, packte ihre Hüften und drehte sie so, dass sie vor ihm mit dem Rücken zum Schreibtisch stand. Jetzt wird er mich auf dem Tisch nehmen, dachte Tina, aber das geht doch nicht, denn Eva ist ja nur eine Türe weiter und hat schon Verdacht geschöpft. Viktor jedoch ging auf die Knie, hob ihr Kleid hoch fuhr mit dem Kopf darunter und warf es nach hinten, wodurch sein ganzer Oberkörper bedeckt wurde. Zielsicher fand er im Halbdunkel ihre nackte, feuchte Pussy und begann daran zu lecken. Tina nahm ihre Beine auseinander, damit er das Ziel besser erreichte.

Gerade als seine Zunge tiefer eindrang und sie das lustvolle Stöhnen nur mühsam zurückhalten konnte, hörten beide, wie die Türe zur Halle hin geöffnet wurde. Diese war nur wenige Schritt von Viktors Büro entfernt. Sofort ließ der von der Buchhaltung ab und krabbelte zwischen ihren Beinen hindurch unter den Schreibtisch.

Schon stand Willi in der Türe. „Wo ist Viktor?“

„Hier“, klang es unter dem Schreibtisch hervor und im nächsten Moment kam er hoch. Tina war etwas zur Seite getreten.

„Ich habe nur eine Steckdose unter dem Tisch geprüft“, sagte er.

„Das musst du doch als Chef nicht machen. Hättest du etwas gesagt, wäre einer von den Leuten draußen hereingekommen.“

„Nein, hier handelt es sich um einen speziellen Anschluss. An den kommt kein anderer ran“.
Tina rannte unter Willis erstaunten Blicken panikartig in ihr Büro, schloss die Türe und lachte lauthals los.

Nach Feierabend fuhren sie zusammen nach Hause. Kaum waren die beiden in ihrem Zimmer um sich umzuziehen, fiel Viktor über sie her.

„Was soll das?“

„Ich muss ausprobieren ob der Stecker noch richtig in die Steckdose passt,“ erhielt sie zur Antwort, bevor sie sanft auf das Bett gedrückt wurde und Viktor ihr Kleid hochschob. Der Anblick in Strapsen und Nylons reizten ihn, wie bereits am Nachmittag, ins Unermessliche. Lächelnd öffnete sie ihre Schenkel und präsentierte ihm, das mittlerweile immer blank rasierte Kätzchen. Schnell hatte er sich ausgezogen, doch in diesem Moment rief Eva bereits zum Abendessen. Viktor verdrehte die Augen, blies die Backen auf und sah bedauernd auf das was vor ihm lag, während Tina wieder zu lachen begann und ihr Kleid gegen ein Hauskleid tauschte, das restliche Outfit allerdings nicht wechselte.

Eva fragte was die beiden heute noch vorhätten, denn sie würde noch eine Veranstaltung besuchen und wollte, dass Viktor und Tina sie begleiteten. Viktor murmelte etwas von einem Stecker ausprobieren, aber das könne man ja auch verschieben. Eva wunderte sich warum ihre Tochter daraufhin zu lachen anfing, allerdings nicht sagte, was sie so erheiterte.

Nachdem die drei nicht allzu spät nach Hause kamen, war die Türe von Tinas Zimmers noch nicht richtig geschlossen, als Viktor sie bereits von hinten packte, und das Kleid öffnete.

„Jetzt stört hoffentlich niemand mehr“, knurrte er, legte seine lachende Partnerin ins Bett und zog sich selber aus, hatte bereits Probleme die Unterhose abzustreifen, denn diese beulte sich bereits beträchtlich aus.

„Jetzt weiß ich, warum das Reizwäsche heißt,“ flüsterte er als er sie erneut vor sich liegen sah und fuhr mit seinen Fingern an den Rändern des Hüfthalters entlang. Tina wollte sich vollends ausziehen, doch er hinderte sie daran. Mit dem Mund liebkoste er die bestrumpften Beine, von unten bis oben und küsste dann ausgiebig ihren Bauch und den Lusthügel. Gelegentlich fasste er mit den Zähnen den elastischen Stoff, lies ihn aus kurzer Entfernung gegen ihre Haut schnalzen und steigerte damit noch mehr ihre Erregung.

Tina kostete diese für sie neue Variante aus. Mit geschlossenen Augen empfing sie seine Berührungen, die zuvor vorhandene Müdigkeit war wie weggeblasen und Wonneschauer jagten durch ihren Körper. Sie wünschte sich, er möge ihre Clit mit der Zunge reizen und spürte beinahe im selben Moment seine Lippen an ihrer Scham, gleichzeitig drang er ein, saugte und stieß gegen ihr Knöpfchen. Sie zerfloss fast in diesem Bad aus Lust, bis sie von einem angenehmen Höhepunkt durchflutet wurde. Anschließend streifte Viktor ihren BH ab und drang vorsichtig ein. Sie glaubte beinahe ihn noch nie so hart gespürt zu haben, umklammerte seinen Körper mit den Armen und angezogenen Beinen, versuchte seine Stange noch tiefer aufzunehmen, bis er sie langanhaltend und kräftig belohnte.

Später in seinen Armen liegend, beschloss Tina zwar weiterhin dieses Outfit im Büro zu benutzen, war aber der Meinung, dass es zu nervenaufreibend sei, ihn dort zu verführen und er sich wohl den Appetit holen könne, aber das Essen zuhause im Bett doch wesentlich entspannter ablaufen würde.

Nachdem Rita sich von dem Schock der Vertragsauflösung des angemieteten Gebäudes sowie der Rückgabe der Maschinen erholt hatte und dabei wütend feststellte, dass die Kosten hierfür durch den Auftragsgewinn nicht mehr gedeckt waren, kam für sie der nächste Schlag. Ein Rechtsanwalt schrieb im Auftrag Viktors bezüglich der fristlosen Entlassung, nahm dessen Kündigung zurück und forderte zehn Monatsgehälter als Abfindung, sowie die komplette Ausbezahlung der Urlaubstage. Die Rückgabe des Firmenbesitzes konnte nicht erfolgen, da es sich um das geistige Eigentum von Herrn Albert handle, welches er in seiner Freizeit erstellt und der Firma im Rahmen seiner Tätigkeit, kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Rita erblasste, denn dies wäre mit Viktor an ihrer Seite nicht passiert.

Schwarz hatte einen Teil der Arbeiter losgeschickt, um den Auftrag zu vollenden und die Halle wieder zu räumen. Sie versuchte den Vertrieb selber in die Hand zu nehmen. Hanne berichtete, viele Kunden würden, nachdem sie wußten, dass Viktor den Betrieb verlassen hatte, nicht einmal mehr Anfragen schicken, denn die ersten Angebote von Schwarz waren jenseits von Gut und Böse. Sie erfuhr, von mehreren Aufträgen, welche Viktor noch kalkuliert hatte, die an eine Firma VATER gegangen seien, oder gehen würden. Erstaunt suchte sie im Internet nach dem für sie unbekannten Konkurrenten, fand jedoch nur eine Seite, auf der in Kürze die neue Homepage angekündigt wurde.

Neugierig geworden rief sie bei der Bank an, wegen einer Auskunft und erhielt einen Rückruf von Direktor Reich persönlich: „Schreiben sie das Wort VATER in Druckbuchstaben untereinander. Hinter das T schreiben sie Tina, hinter das E - Eva und das R steht für Recht“.

Bevor er sagen konnte, dass ihr die übriggebliebenen Buchstaben bekannt vorkommen sollten, hatten sie das V und A bereits angeschrien – ich bin es – Viktor Albert.

Rita riss den Mund weit auf, vor Entsetzen fiel ihr der Hörer aus der Hand und es wurde kurze Zeit schwarz vor ihren Augen. Mit schwacher Stimme bedankte sie sich noch bei Reich und legte dann auf. Eine Mischung aus Wut und Angst keimten hoch. Das Bild von Viktor erschien, wie er zufrieden grinsend hinter seinem Schreibtisch saß. Rita wurde übel, sie fühlte sich plötzlich krank, ihr Herz pochte, es drohte fast zu zerspringen. Sie hörte wie Schwarz die Treppe hochkam, gemächlich und langsam stapfend, Viktor war meist federnd hochgerannt, zwei Stufen auf einmal nehmend.

„Was ist denn los?“ fragte er, beim Betreten ihres Büros, als sie aschfahl und schweigend vor ihm saß. „Ich habe soeben weitere fünf Mitarbeiter entsorgt, darunter auch Karl“.

Rita sah ihn mit leeren Augen an. Das Herz klopfte laut, der Atem ging schwer, Schwarz wankte in ihre Augen hin und her. Schreien oder weinen – ging es durch ihren Kopf. Nein das kann ich jetzt nicht. „Gehen sie raus, ich will jetzt alleine sein“, sagte sie leise.

Was war passiert? Die beiden Arbeiter, welche von Recht gekommen waren, hatten zusammen mit zwei Kollegen, fertige Elemente weggeräumt und neues Material aus dem Lager geholt. Bis einer von ihnen diese Boxen mit dem Stapler heranfuhr, standen die drei anderen zusammen. Schwarz kam dazu, tobte er würde jedem eine Stunde abziehen.

Der älteste der vier, sah ihn verächtlich an: „Weißt du was? Leck mich am Arsch“, sagte er, drehte sich um und lies ihn stehen. Die anderen drei nickten zustimmend. „So ein Idiot“, konnte er noch hören.
„Verschwindet sofort, ihr seid alle fristlos entlassen“, brüllte Schwarz.

Die vier gingen, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Karl kam gerade aus dem Lager. „Karl sie machen hier weiter“, sagte Schwarz und deutete auf eine der Maschinen.
„Ich bin hier nicht als Produktionsarbeiter beschäftigt“.

„Sie sind hier bald gar nicht mehr beschäftigt, wenn sie nicht machen was ich anschaffe“, schrie Schwarz.
Karl sah ihn ruhig an. „Wenn mich hier jemand entlässt, dann ist das Frau Ludwig, aber nicht sie“.

„Ich vertrete die Chefin hier unten und kündige ihnen hiermit fristlos wegen Arbeitsverweigerung. Sie können genauso gehen wie diese vier auch,“ brüllte Schwarz.

Karl sah sich in der Halle um. Die anderen hatten alle aufgehört zu arbeiten und sahen zu.
„Leute arbeitet weiter, macht es gut, vielleicht sieht man sich wieder einmal“, sagte er müde und ging zur Türe.

Bevor er losfuhr, rief er Viktor an und erzählte ihm was passiert war. Dieser lachte lauthals los. Karl wurde ärgerlich.

„Du, mir ist nicht zum Lachen zumute. Ich habe soeben meinen Job verloren“
.
„Wo bist du gerade?“

„Ich bin noch in der Firma“.

„Trifft sich gut. Dann setz dich in dein Auto und fahr los. Aus dem Hof heraus links, nach 200 Metern wieder links, die nächste Straße rechts, dort fährst du auf das dritte Grundstück rechts und gehst durch die Türe neben der ein Auto steht, in die Halle. Ich krieg gerade einen neuen Anruf. Tschüß.“

Nach diesen Worten war die Verbindung unterbrochen. Karl tat wie Viktor gesagt hatte, wusste er würde dort landen, wo noch vor kurzer Zeit Elemente für Bau und Bruch gefertigt worden waren. Das Auto war ihm unbekannt, doch beim Betreten der Halle sah er Viktor zusammen mit einer hübschen jungen Frau in der Mitte stehen. Nichts hatte sich verändert. Die Maschinen standen immer noch da, wie sie verlassen wurden. Bei diesem Anblick traten ihm Tränen in die Augen, er ahnte etwas. Viktor telefonierte.

Die Frau kam auf ihn zu, lächelte und streckte ihm die Hand entgegen. „Hallo, ich bin Tina und du bist Karl?“
Der nickte und gab ihr die Hand. Dann sagte Viktor grinsend ins Telefon „So Eva, jetzt ist gerade Karl gekommen“.

Er beendete das Gespräch, kam auf ihn zu und die beiden umarmten sich. Karl wischte sich verstohlen über das Gesicht.
„Sag nur, du machst dich hier selbständig.“

„Nein, das wird die Zweigniederlassung der Firma VATER. Meine Chefinnen und ich suchen einen Betriebsleiter, sowie Mitarbeiter. Die ersten vier haben sich soeben telefonisch im Stammsitz beworben. Ach übrigens – darf ich vorstellen, das ist Tina Recht - meine Chefin - beruflich und auch privat“.

Tina widersprach. „Wir sind zwar beide Geschäftsführer, aber das Sagen hat er. Auch privat.“

Karl sah Tina an. Sie gefiel ihm und passte seiner Meinung nach zu Viktor. War das der Grund weshalb Viktor RELG verlassen hatte? Er konnte ihn sofort verstehen.

„Was meinst du. Könntest du mit einigen Leuten hier arbeiten?“ riss ihn der aus seinen Gedanken.

Karl rieb sich die Hände. „Sofort - wo sind die Pläne, wo ist das Material?“

„Langsam, wir brauchen noch Arbeiter und ich möchte nicht unbedingt direkt abwerben.“

„Du weißt schon, dass die da drüben kaum mehr Arbeit hat, vermutlich froh ist, wenn einer geht. Außerdem ist dein Nachfolger ein reiner Antreiber, vom Vertrieb und Menschenführung hat er keine Ahnung“.

„Was meinst du, warum wir hier anmieten müssen. In Nüdingen sind es mittlerweile 25 Leute, die machen Überstunden, arbeiten samstags und kommen nicht nach. Ich rufe keinen Kunden an. Was macht die denn?“

Karl begann über das ganze Gesicht zu grinsen, holte sein Telefon und zeigte Viktor einen Filmclip. Dieser begann zu lachen. Von der Türe aus, im Chefbüro sah man, wie ein Mann mit heruntergelassener Hose, Rita von hinten vögelte. Viktor fiel auf, dass sie ganz tief nach vorne gebeugt dastand. Man konnte beide gut erkennen und sehen, dass der Mann weiße Unterhosen mit lila Streifen trug.

Tina kam dazu.
„Was gibt es zu lachen?“

Viktor umarmte sie, hob seine Freundin hoch und drehte sich mit ihr einmal um die eigene Achse. „Das ist ein Film über die aktuelle Arbeitsweise meiner ehemaligen Chefin – nichts für kleine Mädchen und tugendsame Jungfrauen. Am Ende fängst du noch genauso an. Karl schick mir mal die Aufnahme. Warte bis du eine schriftliche Kündigung hast, gehst dann zu unserem Rechtsanwalt und forderst Abfindung. Der freut sich, er vertritt mich bereits.“

Eva lag bequem in einem Sessel. Tina und Viktor alberten oben im Badezimmer. Sie sah ihre Tochter nachdenklich an, als diese alleine ins Zimmer kam.

„Was ist los Mama“?

„Ach Tina, ich kann es nicht fassen. Es ist noch nicht lange her, da waren wir beide verzweifelt, ich sah mich in Gedanken schon auf der Straße, dich zusammen mit irgendeinem Typen dem du dich an den Hals werfen musstest um zu überleben, verfluchte diesen Viktor Albert, der mit seiner Arbeit unseren Betrieb zerstört hatte und nun höre ich euch zusammen lachen und wünsche mir nichts sehnlicher als ihn immer an deiner Seite zu sehen und um mich herum zu haben“.

Tina lachte. „Ich weiß, aber du hast gesagt, dass er fairer war als seine Chefin. Höre ich da am Ende etwa Eifersucht heraus?“

„Wenn ich 20 Jahre jünger wäre, würde ich keine Chance auslassen ihn dir auszuspannen. Aber keine Angst, das würde ich meiner Tochter nie antun. Ich freue mich nur so für dich und auch für mich, Viktor hat den Betrieb innerhalb von wenigen Wochen so in Schwung gebracht, wie es dein Vater und ich in 30 Jahren nicht geschafft haben und ist dabei immer so gut drauf. Wie ist er eigentlich im Bett?“

„Mama“, sagte Tina empört, „das geht dich wirklich überhaupt nichts an. Ich verstehe mich mit ihm traumhaft und bin froh, damals im Bad in seine Arme gefallen zu sein.“

Sie blickte verträumt ins Leere. „Wenn ich Kinder bekomme, möchte ich sie von ihm“.
Eva erschrak. „Ich will noch nicht Oma werden“.

„Wenn du weiterhin so redest, machen wir dich zur Großmutter, damit du merkst wie alt du bist,“ schmunzelte Tina.
Viktor trat ein und hatte noch etwas gehört. „Wo ist eine alte Großmutter?“

Die beiden lachten. Tina ging auf ihn zu und küsste ihn vor den Augen ihrer Mutter lange und intensiv.

Fortsetzung folgt
  • Geschrieben von RudiRabe
  • Veröffentlicht am 06.02.2020
  • Gelesen: 5368 mal

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