Erotische Geschichten

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FunDorado – Das geile Lila!

Erfolgreich aber einsam und allein

3,3 von 5 Sternen
Es ist Freitagnachmittag. Ich bin von der Arbeitswoche wieder einmal voll gestresst. Da es am Montag weiter geht bin ich nicht nach Hause gefahren, sondern bleibe das Wochenende über im Hotel.
Ich will ausspannen. Einladungen für dieses Wochenende habe ich von der Firma bei der ich zurzeit arbeite genug. Aber in letzter Zeit merke ich immer öfter, dass ich eine Pause benötige. Deshalb ziehe ich mich auch an diesem Wochenende zurück. Ich dusche zunächst und lege mich anschließend auf das Bett.

Mein Blick schweift umher. Früher habe ich nie darauf geachtet, aber ich merke wie austauschbar alles ist. Die Hotelzimmer in denen ich mich in den letzten zehn Jahren aufgehalten habe sind alle ähnlich eingerichtet, mal moderner, mal mehr stilvoll, mal etwas antiquiert. Sie haben alle einen unterschiedlichen Geruch der trotzdem eine Gemeinsamkeit ausstrahlt. Lediglich die Technik hat sich verändert. WLAN, Internet, TV bietet heute jedes Hotel.
Was bleibt an so einem Wochenende ist die Einsamkeit. Bis vor kurzem hat mir das nichts ausgemacht, ja ich habe diese Einsamkeit sogar gesucht. Dabei ist mir aber völlig entgangen das ich mich von meinen privaten Kontakten und meinen Freunden immer mehr zurückgezogen habe.
Ich bin ledig und meine Bekanntschaften, die ich hatte, haben sich nach kurzer Zeit immer wieder zurückgezogen. Diese Beziehungen waren ehrlich gesagt für mich bis vor kurzem eine Art One-Night-Stand. Ab und zu mal eine Escort Lady am Wochenende ins Hotel bestellt ist zwar ganz nett aber auf Dauer auch nicht optimal. Privat keine Verpflichtungen und keine Verantwortung eingehen, dafür sehr erfolgreich im Beruf sein das ist bisher mein Lebens Motto. In meinem Unterbewusstsein bin ich so verfahren und da hinein geraten, es war ja auch so schön einfach und bequem.
Das da noch eine andere Seite in mir schlummert, dessen war ich mir nicht bewusst oder wollte es nicht wahr haben. Ich bin wohl auch so ein Typ der sich gerne selbst belügt.
Ich bin auf dem Bett eingeschlummert und wache gegen 18.30 Uhr auf. Ich ziehe mir Freizeitklamotten an, nehme das Buch „Der Hobbit“ zur Hand und verlasse mein Hotelzimmer.
Das Hotel verfügt über eine kleine Bar mit 10 Tischen. Ich habe Glück. Die Bar ist leer und damit bin ich der einzige Gast. Ich setze mich an den Tisch in einer Ecke der nicht direkt einsehbar ist. So bleibe ich ungestört. Ich schlage das Buch auf und beginne zu lesen. Nach kurzer Zeit bin ich so in das Buch vertieft das ich glatt den Barkeeper übersehe, der zu mir gekommen ist. Ich bestelle mir ein frisch gezapftes Pils und einen Caesars Salat. Nach kurzer Zeit bringt mir der Barkeeper mein Essen und mein Pils. Ich unterbreche das lesen und genieße das Pils. Ich lehne mich zurück und schließe für einen Moment die Augen. Dabei atme ich tief ein und aus, genieße die Ruhe nach dieser hektischen Woche. Dann vertiefe ich mich wieder in das Buch.
Ich weiß nicht wie lange ich gelesen habe. Meinen Salat habe ich zwischen drin aufgegessen. Plötzlich tritt jemand zu mir an den Tisch. Ich schaue auf und sehe eine wunderschöne Frau. Heller Teint ein schmales Gesicht, rote leicht blond schimmernde Haare die kunstvoll zusammen gesteckt sind. Helle blaue Augen schauen mich an. Sie trägt ein dunkel grünes Kleid mit angesetzten Ärmeln. Ein dazu passender schwarz glänzender Gürtel ist um ihre Taille geschwungen.
Ich fühle mich überrumpelt, als sie mich ganz offen anspricht, “Darf ich mich zu Ihnen setzen? Hier ist sonst niemand und ein bisschen Gesellschaft heute Abend wäre mir angenehm.“
Bei mir fallen wieder die Relais im Gehirn in eine bestimmte Richtung, Schubkasten denken. Also wieder so eine Escort Lady die sich anbietet, glaube ich zu wissen, und die man für verschiedene Dienste buchen kann. Auch davon habe ich in den ganzen Jahren in Hotels genug erlebt. Nicht falsch verstehen, die Dienste habe ich früher häufiger in Anspruch genommen. Aber meine „früher schwanzgesteuerte Zeit“ ist vorbei und darauf habe ich heute Abend keine Lust.
Meine Antwort fällt trotz dieses tollen Anblickes recht schroff und zu laut aus. „Ich lese hier ein Buch und sosehr ich die angenehme Seite einer Frau oder einer Escort Lady wie sie wohl sind zu schätzen weiß, möchte ich mich weiter in meine Lektüre vertiefen. Also vielen Dank für das Angebot aber ich möchte lieber alleine bleiben.“
Ich sehe ihren überraschten Blick, denn mit so einer Antwort hatte sie nicht gerechnet. Sie schaut mich enttäuscht und verletzt an, holt noch einmal Luft und will wohl antworten, aber dann dreht sie sich um und geht zur Theke. Ich sehe ihr hinterher. Sie sieht umwerfend aus und ich bereue meine Antwort sofort. So eine Situation habe ich auch noch nicht erlebt. Mein Mundwerk war mal wieder zu schnell vorher sollte man den Kopf einschalten.
Sie wechselt ein paar kurze Worte mit dem Barkeeper, der sich wohl eine Bestellung notiert, und verlässt anschließend ohne sich umzublicken die Bar.
Ich will mich wieder in meine Lektüre vertiefen, kann mich aber aufgrund des gerade erlebten nicht mehr richtig konzentrieren. Ich bestelle mir noch ein Bier. Als der Barkeeper es mir bringt spricht er mich an, „Entschuldigung, aber ich habe vorhin mitbekommen wie sie unseren langjährigen Gast Frau Dr. Schmidt angesprochen haben. Das war sehr unhöflich. Es ist das erste Mal das sie überhaupt jemanden in unserem Hotel angesprochen hat. Sie ist keine Escort Lady. Ich denke sie haben sie sehr beschämt und verletzt, deshalb würde ich ihnen raten das sie sich bei Ihr entschuldigen.“ Ich sehe ihm an das er es ernst meint und nicke nur mit dem Kopf sage aber nichts.
Nachdem ich das Bier ausgetrunken habe bringe ich das Buch auf das Zimmer und mache anschließend noch einen Spaziergang. Die Frau hat sich in mein Gedächtnis gebrannt und je länger ich darüber nachdenke wird mir klar, dass ich eine gute Gelegenheit verpasst habe den Abend in angenehmer und geselliger Runde zu verbringen. Naja, shit happens.

Samstagmorgen_
Es ist kurz vor 9 Uhr. Ich gehe in den Frühstücksraum und mache mir am Frühstücksbuffet einen Teller zu recht. Gebratener Bacon mit Rührei, dazu Würstchen und eine Scheibe Graubrot. Als Beruhigung für das schlechte Gewissen zum Thema Kalorien, Brennwert oder was auch immer eine Alibi Tomate, ein paar Gurkenscheiben und etwas rote und gelbe Paprikastreifen.
Plötzlich habe ich ein merkwürdiges Gefühl im Rücken. Ich fühle dass mich jemand anschaut. Als ich mich zur Seite drehe sehe ich sie da sitzen. Unsere Blicke treffen sich und sie schaut kühl und distanziert zu mir. Ich bringe meinen Teller an einen freien Tisch und hole mir einen Kaffee und Orangensaft.

Ich bin jetzt 36 Jahre alt aber es fällt mir schwer sie anzusehen und anzusprechen. Trotzdem überwinde ich mich. Ich gehe zu ihrem Tisch und spreche sie direkt an.
„Guten Morgen, ich möchte mich für meine Aussage von gestern Abend und mein schlechtes Benehmen in aller Form entschuldigen. Mein Mund ist manchmal schneller als mein Verstand und ich wollte sie auf gar keinen Fall beleidigen. Ich hoffe sie können mir verzeihen.“
Sie hält erst verblüfft inne dann huscht ein Lächeln über ihr Gesicht. „Guten Morgen, Entschuldigung ist angenommen. Setzen sie sich doch bitte zu mir“, fordert sie mich auf. Ich schlucke, damit habe ich nicht gerechnet. Ich nicke nur und hole meinen Teller und die Getränke und setze mich ihr gegenüber. Sie schaut mich prüfend an und ihre Augen fangen an zu strahlen wie gestern Abend.

„Was bist du doch für ein Idiot“, murmle ich zu mir selber. „Was haben sie gesagt?“ fragt sie und schaut mich dabei skeptisch an. Dabei zieht sie leicht eine Augenbraue nach oben. Ihr Misstrauen ist sofort wieder geweckt und ich kann es ihr nicht verübeln.
„Nein, nein“, antworte ich und versuche zu lächeln,“ ich hab mich über mich selbst geärgert, das ich eine so nette und schöne Frau wie sie gestern Abend so düpiert habe“. Sie sieht mich lange und prüfend an. Ich könnte mich dabei in ihren Augen verlieren und merke wie mein Herzschlag zunimmt.
Dann lächelt sie mich wieder an und ob ich es will oder nicht ich fühle mich wie ein Pennäler der zum ersten Mal verliebt ist. Ich fasse es nicht. Bei dieser unbekannten Frau brechen bei mir im innersten alle Dämme obwohl wir uns bisher gar nicht kennen. Ich fühle mich von ihr vereinnahmt, ein Gefühl das ich ebenfalls bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht kannte. Bei meinen Bekanntschaften in der Vergangenheit hatte ich bisher alles unter Kontrolle. Heute gelingt mir dies nicht. Ich bin verwirrt und meine Gedanken fahren Achterbahn. Was ist bloß los mit mir?

„Guten Appetit“, wünscht sie mir und zwinkert mit zu. „Ebenfalls“, erwidere ich, habe aber dabei das Gefühl als ob mir jemand den Boden unter den Füssen wegzieht. Ist sie sich ihrer Wirkung auf mich eigentlich bewusst?
Wir essen beide schweigend, schauen uns aber immer wieder an und lächeln. Was für eine Frau die mich da in ihren Bann zieht. Als die Teller geleert sind lehnen wir uns beide in unseren Stühlen zurück. Und wieder macht sie den ersten Schritt. Sie hebt ein Glas mit Orangensaft hoch und prostet mir zu, „Ich heiße Veronika, Veronika Schmidt“, und ich erwidere: “Angenehm, Björn Förster“.
Da der Kaffee alle ist, stehen wir beide auf und gehen zu dem Kaffeeautomaten. Ich stehe hinter ihr und schließe für einen Moment die Augen. Sie hat nur ein wenig Parfum aufgelegt und riecht einfach wunderbar. Auch sie trägt Freizeitkleidung Hautenge Jeans, eine weiße luftige Bluse mit ¾ Arm und weiße Pomps. Ihr Haar hat sie wieder hoch gesteckt. Ich habe längst den Tunnelblick und nehme alles andere um uns herum gar nicht mehr wahr. Atemberaubend diese Frau und ich bin mir sicher sie ist sich dessen bewusst.
Wir sitzen wieder am Frühstückstisch, da spreche ich sie an „ Frau Dr. Schmi … äh Veronika, ich war gestern Abend zu sehr in mein Buch vertieft, als du mich angesprochen hast und dann kann es vorkommen das ich ziemlich … naja, grantig werde.
Jedenfalls habe ich es direkt bereut als ich es ausgesprochen habe. Mein Mundwerk ist manchmal sehr schnell vorweg. Ist vielleicht eine Schwäche von mir. Als dann der Barkeeper noch zu mir kam und mich zurecht stutzte habe ich mich sehr geschämt. Ich musste ihm versprechen mich bei dir zu entschuldigen, aber das hätte ich auch ohne seine Aufforderung getan“. „ Machst du das immer so, Björn?“. „Das ist mir leider in der Vergangenheit immer wieder mal passiert, selbst meinen Freunden gegenüber. Wenn ich darüber nachdenke ist das wohl einer der Gründe warum sie sich mir gegenüber immer mehr zurückgezogen haben. Bis auf 3 Kumpel mit denen ich alle viertel Jahr Doppelkopf spiele habe ich eigentlich keine Freunde mehr“.

Und dann geschieht etwas, was ich noch nie jemanden gegenüber getan habe. Durch ihre Fragen und durch die Vertrautheit die sich wie von selbst zwischen uns entwickelt, erzähle ich ihr von meinem privaten und beruflichen Werdegang und den damit verbundenen Problemen. Es wird ein langes Gespräch nur unterbrochen vom gelegentlichen Getränke holen. Das Frühstücksbuffet ist längst abgeräumt.
Veronika ist eine gute Zuhörerin. Immer wieder stellt sie Zwischenfragen. Hakt nach wenn sie etwas nicht versteht. Ich verliere mich dabei in ihren Augen und ob es mir passt oder nicht, sie brennt sich in mein Herz ein. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Es ist bereits 13.30 Uhr. So langsam brauche ich eine Pause.

Als ich es ihr sage nickt sie zustimmend und wir verabreden uns am Nachmittag zu einem Spaziergang. Ich gehe auf mein Zimmer. Ich fühle mich richtig gut, Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf und dabei sehe ich immer wieder im Hintergrund ihr lächelndes Gesicht. Ohne dass ich es merke gleite ich in einen erquickenden Schlaf.
Ich wache auf und schrecke hoch. In fünf Minuten sind wir verabredet. Ich mache mich fit, Schnellrasur etwas Rasierwasser aufgelegt, rein in die Klamotten und los.
Ein paar Minuten später trifft sie ein, lächelt mich an und wir beide verlassen das Hotel. Wieder greife ich das Gespräch auf. Und jetzt erzähle ich ihr was mich in den letzten . Jahren immer mehr bedrückt. Das Gefühl der Einsamkeit, der Erfolg der mir kaum noch Befriedigung verschafft, kurzum das mir ein Heimathafen fehlt.

Und hier treffe ich anscheinend ihren Nerv. Ihr geht es ähnlich. Nun erfahre ich Dinge über sie, die fast eine parallele zu meinem Werdegang sind.
Der Unterschied liegt mehr in ihrer familiären Situation. Sie gehört einer reichen Familie an, und ist durch ihre damit verbundenen Gesellschaftlichen Verpflichtungen stark eingespannt. Ihre Eltern legen großen Wert auf gesellschaftlichen Aufstieg und Umgang, dem sie selbst aber nur ungern folgt. Auch sie wünscht sich ein Leben mit Familie ohne ständige High Society Partys und Veranstaltungen.
Ihren Doktortitel den sie in Wirtschaftswissenschaften hat kann sie gar nicht beruflich einsetzen. Sie ist ebenso unglücklich mit ihrem derzeitigen Privatleben.
Wieder ist die Zeit wie im Nu verflogen und wir beschließen im Hotel zu Abend zu Essen. Als wir uns in der Bar an einen Tisch setzen kommt der Barkeeper zu uns. Er lächelt mich an. Ich brauche ihm nicht zu sagen dass ich mich entschuldigt habe er hat es sofort erfasst.
Heute Abend trinken wir beide Wein und sind in guter Stimmung. Gegen 22.00 Uhr steht sie auf und möchte sich zurückziehen. Ich begleite sie zu ihrem Zimmer und an ihrer Türe kann ich nicht anders, ich nehme ihr Gesicht in beide Hände und gebe ihr einen langen zärtlichen Kuss. Als ich mich verabschieden will greift sie nach meiner rechten Hand zieht mich zu sich und flüstert mir ins rechte Ohr: „Lass mich heute Nacht nicht allein“.
Zum ersten Mal erlebe ich eine mehr als romantische Nacht. Wir fallen nicht wie die wilden Tiere übereinander her, sondern ergeben uns ganz den aufkommenden Gefühlen. Ich halte sie in dieser Nacht in meinen Armen und nehme sie immer wieder gefühlvoll auf und begleite sie bis zu ihrem Höhepunkt. Das ganze wiederholt sich zweimal im laufe der Nacht. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl in ihr zu kommen. Sie zu riechen, sie zu schmecken und sie anzuschauen, das ist es wonach ich mich in letzter Zeit so gesehnt habe. Spät in der Nacht schlafen wir ein, ich halte sie in meinen Armen.

Ich wache auf. Die Sonne scheint grell durch das Fenster. Erst langsam realisiere ich das ich in ihrem Zimmer bin und muss zu meiner Verblüffung feststellen das sie nicht da ist. Ihre Sachen sind verschwunden. Rasend schnell ziehe ich mich an und stürze zur Rezeption. Aber dort kann man mir nur mitteilen dass sie bereits abgereist ist. Allerdings hat sie mir einen Brief hinterlassen.
Ich stürze auf mein Zimmer um den Brief zu lesen. Und dieses Mal zieht es mir den Boden unter den Füssen weg. Sie bittet mich darum sie gehen zu lassen und nicht weiter nach ihr zu forschen.
Der Grund ist ihre Hochzeit die in vier Wochen stattfindet. Für alles andere das in dem Brief steht habe ich kein Auge mehr. Es trifft mich wie eine Keule und ich fühle mich wie betäubt.
Zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich mich benutzt und weggeworfen. Ich kann es immer noch nicht glauben. Die nächste Woche erlebe ich wie in Trance und benötige einige Zeit um langsam aufzuwachen.
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Aber dieser drastische Abgang ist für mich schlussendlich der Auslöser einen radikalen Wandel in meinem Leben einzuleiten und aus meinem derzeitigen Leben auszusteigen. Wie der Zufall es will, ist in dem Städtchen in dem ich aufgewachsen bin eine Schreinerei zu verkaufen die ich übernehme. Ich wage diesen Schritt und nach kurzer Zeit entwickelt sich auch wieder der Kontakt zu vielen meiner alten Freunde. Ich bin gelassener geworden raste nicht mehr aus und habe wieder Spaß am Leben.

Nur mein immer stärker aufkommender Wunsch nach einer Partnerin erfüllt sich bisher nicht. Wenn ich jemand nettes kennenlerne vergleiche ich sie in meinem Unterbewusstsein immer mit Veronika. Über diesen Punkt bin ich doch noch nicht ganz drüber hinweg.
Dank meines angesparten Kapitals und der Ideen meines Meisters in der Firma floriert die Schreinerei. Aber ich habe mir zum Ziel gesetzt mit dem Betrieb nicht unendlich zu wachsen. Es genügt mir einen rentablen Betrieb zu führen der aber immer innovativ ist.

Es ist mehr als ein Jahr nach dem Wochenende mit Veronika vergangen, da beiße ich mir einen Backenzahn aus. Ich gehe zu unserem Zahnarzt im Dorf. Da ich nicht sofort dran komme sitze ich im Wartezimmer. Unzufrieden mit der Situation krame ich in den dort liegenden Zeitschriften herum und suche eine Automobilzeitschrift. Es ist aber keine dabei. Nur die üblichen Yellow Press Zeitungen für die Frauen. Zum kotzen, denke ich, als mir plötzlich ein Bild ins Auge springt in einer offen auf dem Tisch liegenden Zeitung. Das ist sie, Veronika, und sie hält ein kleines Kind in den Armen das sie anlächelt. Ich kann nicht anders und muss den dazugehörigen Artikel lesen. Es ist ein Bericht über ihre Eltern die ihren 40-sten Hochzeitstag groß feiern im Kreise der gesellschaftlichen Freunde und Familie. Zu Veronika steht ausser einem Kommentar, dass dies Tochter und Enkelin sind, nicht weiteres vermeldet.

Mit einem Schlag steht das ehemalige Wochenende mit Veronika vor meinem geistigen Auge. Es versetzt mir einen Stich ins Herz. In den nächsten Tagen wundern sich meine Freunde und Mitarbeiter über meine Einsilbigkeit. Aber alle Fragen wehre ich höflich ab.
Allmählich habe ich mich wieder im Griff.
So oft ich kann, schreinere ich nun selbst. Meine liebste Tätigkeit ist der Möbelbau bzw. die Restauration derselben.

Ein halbes Jahr später. Es ist Freitagnachmittag. Ich schließe gerade die Tore der Werkstatt als eine große Limousine auf unseren Parkplatz fährt. Etwas verwundert schaue ich auf das Kennzeichen. Es ist nicht gerade aus unserer Nachbarschaft, sondern ca. 350 km südlich von unserem Ort. Der Fahrer steigt aus und kommt auf mich zu. „Sind sie Herr Förster?“, fragt er mich höflich. „Ja“, antworte ich ihm, „was kann ich für sie tun? Allerdings möchte ich Ihnen sagen dass wir gerade im Begriff sind ins Wochenende zu gehen. Kommen sie bitte in mein Büro, da können sie ihr Anliegen vortragen, wenn es nicht allzu lange dauert“.
„ Ich komme sofort, bringe aber noch jemanden mit“. Er geht zum Wagen und öffnet die hintere Türe, aus der eine ältere Dame aussteigt. Als sie auf mich zu kommt habe ich das Gefühl sie schon einmal gesehen zu haben.

„Guten Tag junger Mann, ich freue mich sie kennen zu lernen“. „ Kennen wir uns?“, antworte ich. „Nicht so richtig, aber was nicht ist kann ja noch werden“. Wir gehen ins Büro und ich beginne geschäftsmäßig zu fragen, „Wie kann ich Ihnen helfen? Wir sind nur ein kleiner Betrieb aber Spezialaufträge sind unser Fachgebiet.“ Die ältere Dame lacht, „ Nun es handelt sich nicht direkt um einen Auftrag für ihre Schreinerei. Sie können für mich privat etwas in Ordnung bringen, was schon seit geraumer Zeit auf eine Lösung wartet. Allerdings nur wenn sie es wollen“. Ich sehe die Frau verständnislos an. „Also nehmen sie es mir nicht übel, aber ich verstehe nur Bahnhof“.
Sie ist einen kleinen Moment verunsichert und schaut zu Boden. Aber dann gibt sie sich einen Ruck.
„ Es gibt da jemanden den ich sehr liebe, der aber sehr unglücklich ist. Deshalb habe ich mich entschlossen alles zu versuchen diesen Umstand zu ändern. Es hängt dabei von allen Beteiligten ab, ob es gelingt. Aber ich will es zumindest versuchen“.
„Ich verstehe immer noch nicht wie ich Ihnen dabei helfen kann“, antworte ich ihr.

Sie schaut mich lange an und zögernd lässt sie dann die Katze aus dem Sack, „Es geht um meine Tochter. Sie kennen sie. Sie heißt Veronika“. Ich fühle mich plötzlich leer, mir schwirrt der Kopf, Veronika? Ich bin erst einmal sprachlos und benötige etwas Zeit um meine Worte wieder zu finden. „Aber, … Aber sie ist doch verheiratet?“, antworte ich. Die ältere Dame mir gegenüber schüttelt den Kopf. „Dazu ist es nicht gekommen. Die Hochzeit wurde damals kurzfristig abgesagt, sie haben sich drei Tage vor dem Termin getrennt.“
„Hören sie das kommt alles überraschend für mich. Wieso sind sie überhaupt auf mich gekommen? Sie hat sich damals mehr oder weniger aus dem Staub gemacht und mich gebeten keine Nachforschungen anzustellen weil sie heiratet. Das habe ich schriftlich von ihr bekommen. Sie hat es sich wohl nicht getraut mir zu sagen. Ich muss ihnen nicht erklären, dass sie bei mir gerade eine alte Wunde wieder aufreißen, mit der ich nach langer Zeit endlich meinen Frieden gemacht hatte “.
Sie schweigt betreten einen Moment und neigt den Kopf. Dann beginnt sie leise zu sprechen,
„Wissen sie vor 2 Monaten hat sich meine Tochter mir zum ersten Mal richtig anvertraut. Wir haben unser ganzes Leben zuvor nie so miteinander gesprochen. Ich habe in der Vergangenheit große Fehler mit meinem Mann begangen, weil uns unser gesellschaftlicher Aufstieg wichtiger war, als der Zusammenhalt in der Familie.
Ich habe das nie so empfunden. Aber meine Tochter hat mir das klar gemacht. Wir haben uns mehrmals und lange und ausführlich über unsere Probleme und die Eitelkeiten unterhalten. Zum Schluss hat sie mir von Ihnen und ihrem gemeinsamen Wochenende und wie wundervoll es für sie war erzählt.

Heute weiß ich warum meine Tochter in den letzten beiden Jahren immer so traurig schaute, sobald sie zur Ruhe kam. Sie liebt sie, würde es mir gegenüber aber nie offen zugeben. Ich möchte aber, dass sie glücklich wird und nicht solche Fehler begeht wie ich und mein Mann. Deshalb habe ich nach Ihnen gesucht bzw. suchen lassen, um es ihnen zu sagen.
Dass ich heute bei Ihnen bin, das weiß Veronika nicht. Da sie immer noch Single sind, wie man mir gesagt hat, habe ich alte Frau halt gedacht, dass sie das alles wissen sollten. Vielleicht schlummert bei Ihnen im Innersten auch ein Funke der Liebe für Veronika der wieder aufgeweckt werden kann? Und wenn ich sie so anschaue, darf ich das sagen, hat meine Tochter einen guten Geschmack.“
Ich schaue die Frau an und mir wird klar, dass sie das ernst meint. Über ihr Kompliment zum Schluss fühle ich mich geschmeichelt. Aber es nagen große Zweifel in mir.

„Warum hat Veronika dann nicht den Vater ihrer Tochter geheiratet? War das ein Zwischentröster und ich soll es jetzt herausreißen, weil das Kind keinen Vater hat? “, antworte ich und sehe wie die ältere Frau zusammen zuckt.
„Sie wissen davon?“, kommt ihre Frage zurück. „Ja, wir leben zwar in einem Dorf, aber nicht hinter dem Mond“, gebe ich als Antwort zurück. „Durch Zufall habe ich eine Zeitung in die Hände bekommen, die im großen Stil über ihren 40-sten Hochzeitstag berichtet hat mit genügend Fotos anbei. Deshalb kam mir ihr Gesicht vorhin als sie eintrafen auch so bekannt vor.“
Schlagartig hat sich das bisher gute Klima geändert. Man kann einen Moment lang eine Stecknadel fallen hören. Sie schaut mich enttäuscht und traurig an, steht auf und legt eine Visitenkarte auf den Tisch. „Es wäre schön wenn sie sich es überlegen würden. Es geht doch um meine Tochter die einen Mann und meine Enkelin die einen Papa verdient hat. Es war trotzdem den Versuch wert. Ein schönes Wochenende wünsche ich ihnen“. Mit diesen leise gesprochenen Worten verabschiedet sie sich. Der Fahrer begleitet sie zum Wagen öffnet ihr die Tür und lässt sie einsteigen.
Ich schaue dem davon fahrenden Wagen lange hinterher. Die Visitenkarte nehme ich in meine Hand und starre sie an. Die Bilder des damaligen Wochenendes mit Veronika kehren in meinem Kopf zurück. Den Duft ihres Parfüms rieche ich wieder. Ihr sehe ihr lächeln, ihren tiefen Blick, den Geschmack ihrer Haut auf meinen Lippen, den warmen weichen und zärtlichen Frauenkörper in meinen Armen, all das sehe und fühle ich als wäre es gestern gewesen. Was soll ich bloß tun?

Das Wochenende ist beschissen. Ich bekomme Veronika nicht aus meinem Kopf. Ich zermartere mir das Gehirn und überlege ob ich einen Versuch starten soll. Dass ich sie immer noch liebe und begehre steht für mich mittlerweile außer Zweifel. Aber hat ihre Mutter recht mit ihrem Gefühl das Veronika auch in mich verliebt ist? Die Ungewissheit nagt in mir. Ich beschließe am nächsten Wochenende zu ihr zu fahren, auch wenn ich noch nicht weiß wie ich es anstellen soll sie zu treffen.
Dann habe ich wenigstens Gewissheit, ob sie mich sehen will oder nicht.

Der nächste Freitag. Mein Meister schließt heute die Werkstatt und ich mache mich mittags auf den Weg. Es sind 5 Std. die ich brauche um dort anzukommen. Ich suche mir eine kleine Pension. Wie ich es anstellen soll mit ihr in Kontakt zu treten ist mir immer noch nicht klar.
Ich schlendere am frühen Abend zu der Adresse von der Visitenkarte. Das ist kein Haus sondern eher ein kleines Schloss. Früher hätte mich so etwas beeindruckt aber mittlerweile habe ich meine Einstellung dazu geändert. Zweifel kommen in mir auf ob es richtig ist Veronika unter diesen Umständen anzusprechen. Obwohl sie mir damals bedeutete ihrem goldenen Käfig am liebsten entfliehen zu wollen.

Seitlich von dem Haus sehe ich einen Park der zugänglich ist. Ich will dort ein bisschen spazieren gehen. Nach ein paar Minuten komme ich an einen wunderschön gelegenen See. Eine Bank lädt zum Verweilen ein. Ich setze mich, schließe die Augen und genieße die Ruhe und die frühe abendliche Brise.
Nach einer gefühlten halben Stunde höre ich Geräusche wie sie beim Jogging üblich sind. Die Laufschritte kommen immer näher. Ich schaue in die Richtung und sehe eine Person in Jogginghose und einem hellen Kapuzenpullover auf mich zu kommen. Ich kann es kaum glauben. Sie ist es, Veronika. Ist das eine Fata Morgana die ich da sehe
und kneife mich in meinen Arm.
Langsam stehe ich auf und drehe mich in ihre Richtung. Als sie näher kommt verlangsamt sich ihr Lauf, sie schaut mich ungläubig an und bleibt kurz vor mir stehen. Gefühlte Ewigkeiten starren wir uns an bis sich ein lächeln in unser beider Gesichter breit macht.
Ich ergreife die Initiative, „Hallo Veronika, es ist schön dich zu sehen“.
„Björn? Björn, was machst du denn hier? Wie kommst du hier her und wieso bist du überhaupt hier?“. Meine Gefühle übermannen mich. Bevor sie weiter fragen kann, ziehe ich sie zu mir, nehme ihr Gesicht in beide Hände und gebe ihr einen intensiven und zärtlichen Kuss den sie sofort erwidert. Es ist herrlich wie in meinem Traum.

Als wir uns lösen strahle ich sie an, „Ich habe dich gesucht deshalb bin ich hier, allerdings habe ich nicht damit gerechnet das du mir heute Abend über den Weg läufst. Ich möchte es dir gerne näher erklären und habe das ganze Wochenende Zeit. Es wäre schön wenn wir wie bei unserem ersten Treffen ausführlich darüber reden können. Ich habe hier in der kleinen Pension eingecheckt.“

Bevor ich weiter reden kann schaut sie mich intensiv, wie ich es mir erträumt habe, an, und bei uns beiden schlägt der Blitz ein. Sie steckt mir ihre Zunge tief in den Mund und geht auf Entdeckungsreise, die ich ebenso intensiv beantworte. Ich dränge sie langsam hinter ein Gebüsch und falle über sie her, reiße ihr die Jogginghose herunter und lege sie auf den Boden. Im Nu habe ich meinen Liebesspeer befreit und dringe ohne Rücksicht in sie ein. Sie bockt mit ihrem Unterleib auf und presst sich mir entgegen. Wie ein wahnsinniger tobe ich mich in ihr aus. Sie wirft sich mir genauso hart in unserem gemeinsamen Rhythmus entgegen. Es dauert nicht allzu lange und unsere sexuelle Anspannung löst sich bei uns beiden gleichzeitig. Ich ergieße mich in ihr und schenke ihr mein weißes Gold. Atemlos liegen wir nebeneinander und streicheln uns gegenseitig. Sie dreht den Kopf zu mir lächelt mich an und sagt nur, „ Du Wüstling“, um mir dann einen dicken Kuss zu geben.
„Was machen wir jetzt?“, frage ich sie. „Na, erst mal unsere Klamotten richten, duschen und dann komme ich zu dir in die Pension. Natürlich nur wenn du magst“. „Na klar will ich,“ antwortete ich ihr. „Zimmer 22, zweiter Stock, ich hol dich unten ab, da ab 22.00 Uhr zugesperrt ist, ok“. Sie nickt.
Wir säubern und richten unsere Kleidung und gehen ein Stück gemeinsam zu ihrem Haus. Sie hakt sich bei mir ein und schaut mich immer wieder lächelnd an. Ständig bleiben wir stehen und müssen uns küssen. Als wir uns trennen flüstere ich ihr zu, „beeil dich sonst vergesse ich mich noch und fall sofort über dich her“. Mit einem zarten Kuss verabschiedet sie sich und läuft zum Haus. Ich gehe sofort zur Pension und nehme ein ausgiebiges Duschbad, rasieren und etwas Herrenduft aufgelegt.
In der Minibar finde ich eine Sektflasche mit zwei Gläsern. Dann gehe ich zur Eingangstür.
Tatsächlich nach ca. 15 Minuten trifft sie ein. Sie trägt ein geblümtes Kleid das ihr bis auf die Waden fällt. Sie trägt wieder die Steckfrisur, Moment mal trägt sie überhaupt etwas darunter? Sie geht vor mir die Treppe hoch und dreht und wiegt sich in den Hüften das einem ganz schwindelig wird. Was für eine Frau oder soll ich sagen Vollweib? Mir bleibt die Spucke weg.
Kaum sind wir auf dem Zimmer, köpfe ich die Sektflasche und wir prosten und zu. Der letzte Tropfen ist noch nicht aus dem Glas, da fallen wir wie zwei ausgehungerte Teenager übereinander her. Wir wollen beide Sex, richtigen animalischen Sex ohne Blümchen und andere Schnörkel.
Beide treiben wir uns gegenseitig dem nächsten Höhepunkt entgegen und schreien, erst leise und dann immer lauter, unsere Lust und Besessenheit heraus. Als der Rausch verebbt liegen wir im Bett und streicheln uns schwer atmend gegenseitig. Veronika legt ihren Kopf auf meine Brust und spielt mit meiner Brustbehaarung. Nach einer Weile schlummere ich mit einem großen Glücksgefühl ein.
Mitten in der Nacht schrecke ich plötzlich hoch. Ich schaue nach links. Da liegt sie meine Göttin. Ihr Haar ist offen. Ihre Gesichtszüge sind entspannt. Ich betrachte sie genussvoll, was für ein Weib. Sanft streiche ich über ihr Haar und ihren freiliegenden Rücken. Sie bewegt sich und erwacht, lächelt mich an, robbt auf meine Seite, schmiegt sich an mich und haucht mir einen Kuss auf meine Wange.
Dann fängt sie an leise zu sprechen. „ Ich vermisse dich seit unserem damaligen Wochenende so sehr. Mag sein das es dir blöd vorkommt, aber ich war damals sehr durcheinander. Ich war in festen Händen aber als ich dich zum ersten Mal sah wusste ich, dass du für mich der richtige bist. Ich wusste nicht was ich tun sollte, deshalb habe ich dir einen Brief geschrieben“.
„Ja, den habe ich bekommen und glaube mir er hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen. Dass du mich auch nicht über deine Situation aufgeklärt hast, nachdem wir uns an diesem Wochenende eigentlich alles sagen wollten hat mich schwer enttäuscht. Das war auch der Grund warum ich nicht nach dir gesucht habe, jedenfalls damals nicht.
In einer Zeitung habe ich dann irgendwann durch puren Zufall ein Bild von dir und deiner Tochter gesehen, auf dem 40-sten Hochzeitstag deiner Eltern.
Da war das Thema für mich erledigt, aber das hat mir sehr wehgetan in meinem innersten. Erst letzte Woche ist mir dann gesagt worden, dass du damals gar nicht geheiratet hast, stimmt das?

Sie nickte. „Ja, ich habe die Beziehung drei Tage vor der Hochzeit beendet. Meine Eltern hatten eigentlich alles arrangiert und ich habe mich darauf eingelassen. Der Typ war auch nett, aber nachdem wir beide uns getroffen haben wurde mir klar, dass das nur eine Freundschaft sein kann. Ich habe ihn nicht wirklich geliebt, und außerdem … “, jetzt zögerte sie und sah mich fast ein bisschen ängstlich an, „ war da noch etwas“.

„ Was war da noch“, wollte ich wissen, „ dir muss man aber wirklich alles aus der Nase ziehen. Was ist ...?“ „Ich, ich hab mich außerdem von ihm getrennt, weil …, weil ich schwanger war und zwar von dir“. Ungläubig schaue ich sie an und bei mir fällt der berühmte Groschen Pfennigweise: „Moment mal, du … du meinst ich bin der Vater deiner Tochter?“ Und dann kommt die Frage die die meisten Männer in so einer Situation stellen, die aber total fehl am Platze ist. „Bist du dir auch absolut sicher?“

Sie nickt und hat den Blick gesenkt. Ich merke wie schwer es ihr fällt mir alles zu sagen. „Björn, unsere Tochter ist mein absoluter Engel und bereitet mit viel Freude.
Ja, Sophia ist deine Tochter. Der letzte Mann vor dir mit dem ich zusammen war, das war Jahre her und nach dir gab es auch keinen Mann“. Ich schaue sie lang an und mir ist nun klar, dass es für sie auch nicht einfach war, aber eine Frage bleibt für mich offen: „Und warum hast du mich nicht gesucht, um mir das alles zu sagen und zu beichten?“
„Björn, ich habe dich gesucht. Nachdem die Hochzeit geplatzt ist habe ich von unserem Hotel deine Adresse und Handy Nr. bekommen. Aber du warst unter der Adresse und deinen Telefon Nrn. nicht mehr erreichbar. Ich habe versucht heraus zu finden wo du hingezogen bist, aber keiner konnte mir weiter helfen. Glaub mir, ich hab oft in meinem Bett gelegen und mich nach dir gesehnt und viel geweint. Aber du warst wie vom Erdboden verschluckt“.

„Naja, nachdem du so plötzlich weg warst habe ich das gemacht, worüber ich gesprochen und lange vor mir her geschoben habe. Ich habe mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ich bin umgezogen und meine Handy und Smartphone Nrn. habe ich geändert. Ich wollte mit meinem alten Leben nichts mehr zu tun haben. Sie schaut mich wieder an und in ihrem Gesicht sehe ich Zweifel und Ängstlichkeit. Mir wird bewusst, dass sie Angst hat mich wieder zu verlieren und wie ich auf ihre Neuigkeiten reagiere. Herrgott noch mal ich liebe diese Frau.

Ich merke dass sich meine Gesichtszüge entspannen und sie anlächle und dann reitet mich ein kleiner Teufel, „ Das ist ja alles schön und gut aber ich weiß nicht, ob ich dir das alles verzeihen kann“. Sie schaut mich erstaunt ob meiner Worte an.
„Überleg doch mal. In den vergangenen zwei Jahren sind mir, sagen wir mal im Schnitt 2-3 mal pro Woche gemeinsame Intimitäten plus Bonus von dir vorenthalten worden. Mal von dem Entzug unserer Tochter abgesehen. Dann das vergöttern deines Ehemannes. Wie willst du das alles wieder gut machen und abarbeiten?“ Sie schaut mich ungläubig an und ich löse die Spannung indem ich sie zu mir ziehe. Ich küsse sie ganz zart auf die Stirn, den Mund.
„ Was, Was meinst du mit Wiedergutmachen und abarbeiten?“, stammelt sie. „Naja, als meine zukünftige Ehefrau wärst du verpflichtet diesen Kontostand über die Jahre hin auszugleichen. Natürlich mit Zins- und Zinseszins.
Deshalb halte ich hiermit um deine Hand an und frage dich Veronika Schmidt willst du meine Frau werden“.
Ich habe diese Worte noch nicht ganz ausgesprochen, da küsst sie mich so intensiv und heiß das sich mein Liebesspeer sofort wieder meldet. Unsere Zungen beginnen einen heißen Tanz und erforschen gegenseitig unsere Mundhöhlen.
Mein Mund geht anschließend auf Wanderschaft erkundet die Nippel ihrer Brüste, spielt mit Ihnen, saugt an Ihnen, beißt zärtlich in sie und sie werden härter und immer länger. Sie stöhnt leise auf und windet ihren Körper, der von meinen Händen, die sich langsam und stetig zu ihrem Lustzentrum vorarbeiten, gestreichelt und verwöhnt werden. Ich öffne ihre feuchte Spalte mit Zeige- und Ringfinger um anschließend meinen Mittelfinger in ihre Vulva langsam und vorsichtig hinein zu stoßen. Unter meinen Küssen wird sie immer heißer. Nacheinander kommen der Zeigefinger und der Rindfinger hinzu. Sie geht fast ab. Langsam und gleichmäßig stoße ich sie mit meinen Fingern, die ich aber nur bis zum zweiten Fingerglied hinein platziere.
Dann sucht mein Daumen ihre Liebesperle und spielt mit ihr. Das reicht, sie bäumt sich wild auf, meine in sie eindringende Hand wird nass. Aber ich treibe mein süßes und gemeines Spiel mit meinem Mund und meinen Fingern weiter, so dass sie die Kontrolle endgültig verliert. Sie schreit ihren Orgasmus heraus und bockt und bäumt sich hin und her windend auf.
Als ich von ihr lasse, sinkt sie schwer atmend auf das Bett zurück. Ihre Augen sind geschlossen, ihre Wangen stark gerötet, ihre Hände liegen auf ihrem Unterbauch. Langsam beruhigt sie sich und schaut mich erschöpft an.
„ Du Schuft“, murmelt sie. Ich komme zu ihr und küsse sie zärtlich auf den Mund. „Und? Möchtest du meine Frau werden?“, flüstere ich in ihr Ohr. Ihr Blick klart auf und sie schaut mich strahlend an und sie nickt mit dem Kopf,
„Ja Björn, das ist mein sehnlichster Wunsch“. Wieder küssen wir uns. Nach einer Weile gehen wir abwechselnd ins Bad und waschen und erfrischen uns. Das Bett wird gerichtet und wir kuscheln uns in der Löffelchen Stellung aneinander. Langsam gleiten wir beide in einen erholsamen und erquickenden Schlaf.
Wir beide wachen früh am Morgen auf. Neben mir liegt Veronika meine zukünftige Frau, eine sehr erotische und liebenswerte Frau. Aufgrund unserer Nacht sieht sie aus wie ein Vamp. Aber jetzt habe ich nur einen Wunsch. Endlich meine Tochter in den Arm nehmen. Wir küssen uns, machen unsere Morgentoilette, ziehen uns an und machen uns auf den Weg zu ihren Eltern und ihrem Haus.
Das Hallo ist riesengroß. Meine zukünftigen Schwiegereltern nehmen mich auf wie einen verlorenen Sohn. Das Gefühl kannte ich bisher nicht. Meine Schwiegermutter in spe strahlt und freut sich riesig, aber es bleibt unser kleines Geheimnis warum ich aktiv wurde auf der Suche nach Veronika. Jedenfalls bedanke ich mich heimlich bei ihr. Am schönsten ist jedoch mein (nein, unser Sonnenschein) Sophia. Ich platze fast vor Stolz als Papa.

Wie es weiter ging?
Nun Veronika hat mich geheiratet und ist zu mir gezogen, obwohl die Schwiegereltern darüber traurig waren. Das Gute, unser Wiedersehen hatte Folgen in Form unseres Sohnes Benjamin, dem noch zwei weitere Kinder folgen sollten. Veronika arbeitet sich immer noch an der Liste ab. Der Zins ist einfach so hoch. Aber wirklich traurig ist sie nicht darüber.
Das Beste für uns beide ist der Freitagnachmittag wenn wir den Betrieb zu sperren.

Wieso wollt ihr wissen? Sie hat die Buchführung des Betriebes übernommen und dazu haben wir ihr ein kleines Büro eingerichtet. Direkt an dem ersten Freitag ihrer Tätigkeit, ich war gerade fertig damit den Betrieb abzuschließen, rief sie mich zu sich. Ich ging in ihr Büro und erstarrte.
Sie saß hinter ihrem Schreibtisch hatte den Kopf geneigt, schaute auf ein paar Papierblätter und kaute ein bisschen auf dem Ende eines Kugelschreibers herum. Die Beine, die in einem engen Rock steckten, hatte sie übereinander geschlagen. Dazu trug sie schwarze Pömps. Sie hatte eine weiße weite Bluse an mit einem kleinen stehenden Kragen. Drei Knöpfe ihrer Bluse waren geöffnet. Der Anblick lies mir das Wasser im Munde zusammen laufen. Sie war konzentriert bei der Arbeit und schimpfte etwas von Liquidität und ausstehenden Rechnungen. Für mich sah sie einfach nur hammermäßig geil aus.
Sie blickte auf und legte ohne Argwohn geschäftsmäßig los. „Hör mal Björn, weist du eigentlich wie viele Außenstände wir hier haben. Guck dir das mal an. Wir müssten der Bank keine Zinsen zahlen wenn diese Gelder auf den Geschäftskonten wären“.
„Du solltest sehen dass du das Geld sobald wie möglich eintreibst“, sprach sie und schaute mich fordernd an.
Ich erwiderte ihren Blick und schwieg dabei einen Moment. Mein Blick zu ihr wurde immer lüsterner, gieriger und ich bemerkte an ihrer Reaktion eine gewisse Verunsicherung.
„ Pass auf“, antwortete ich, „du übernimmst das Geld eintreiben der offenen Rechnungen. Als Frau kannst du dabei deinen vollen Charme ausspielen. Ok?“.
Sie nickte zufrieden, bemerkte aber dass noch etwas in der Luft lag.

„Was ist los, du schaust mich so, so merkwürdig an?“. „Nun ich kenne da jemanden der hat noch einen riesengroßen Schuldenberg bei mir persönlich abzuarbeiten. Du kennst diejenige sehr gut und sie sollte sich jetzt bereit machen, da ich gedenke einen kleinen Teil jetzt sofort einzutreiben“.
Sie erschrak, „ spinnst du jetzt, doch nicht hier im Büro. Lass uns nach Hause fahren“. Ich schüttele bedächtig den Kopf. „Alle sind nach Hause und haben den Betrieb verlassen. Zugesperrt habe ich auch schon. Also Fr. Förster sie werden jetzt hier vor ihrem Chef einen Striptease hinlegen, ihn aufgeilen, sich es selbst besorgen, bevor er ihr Döschen pudert.
Alles klar? Und das wird zukünftig jeden Freitag ihr Pflichtprogramm werden. Sie werden dadurch den gesamten Betrieb besser kennen und lieben lernen und zwar jede Treppe, jedes Lager, jedes Auto und jeden Raum“.
Sie starrte mich mit offenem Mund an und dann löst sich bei ihr langsam die Anspannung. Sie fährt mit dem Bürostuhl etwas zurück.
Mit beiden Armen und Händen greift sie zu ihren Haaren und löst die Steckfrisur, den Kopf legt sie dann zurück und schüttelt ihn hin und her. Ihre halblangen Haare haben jetzt viel Volumen, sich schaut mich lüstern an.
Sie sieht jetzt aus wie ein Männer verschlingender Vamp. „Das heißt also ich muss ihnen jeden Freitag als persönliche Assistentin zur Verfügung stehen und ihnen die Stange halten?“. Dabei fährt ihre Zungenspitze erotisch lasziv über ihre Lippen.
Sie steht langsam auf und kommt mit wiegenden drehenden Hüften vor ihren Schreibtisch. Ich nicke. Sie lehnt sich mit ihrem Hintern langsam gegen die Schreibtischkante greift unten an den Rocksaum und zieht ihn ganz langsam nach oben. Dann lehnt sie sich zurück und ihre Finger der rechten Hand schieben den Slip in ihrer Spalte zur Seite. Den rechten Zeigefinger steckte sie sich anschließend in ihren rechten Mundwinkel und schaute mich mit einem erotisch gierigen Blick an, spreizte die Beine weiter auseinander und begann sich mit der linken Hand zu fingern.

Was dann sonst noch so alles passierte, erzähle ich euch ein anderes Mal. Aber die Freitagnachmittage wurden einfach sensationell, darauf freuen wir uns beide die ganze Woche.

  • Geschrieben von SanfterTor
  • Veröffentlicht am 10.08.2016
  • Gelesen: 34156 mal

Anmerkungen vom Autor

Mein Erstlingswerk faktisch zum warm laufen, Ist noch ein bisschen holperig zum lesen aber ich stehe dazu. Seit kritisch aber fair.

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Kommentare

  • Werner (nicht registriert) 10.08.2016 22:36

    Erinnert stark an homo faber. Gefällt mir

  • CS11.08.2016 23:35

    CS: "Literatur" interessiert mich nicht. Ich bin faktenorientiert.
    Ich liebe Authentzität! Und die blitzt .. für mich... hier ab und zu durch!
    Das kann man nicht beschreiben, ohne "etwas" davon erlebt zu haben.
    Deshalb von mir 3 Sterne!

  • godi (nicht registriert) 12.10.2016 17:56

    Wirklich gut und mit viel Einfühlung geschrieben geschrieben.
    Keine ordinären Beschreibungen Gute Zwischenteile nicht zu sentimental.
    Es war ein Genuss Dank

  • Funyboy0115.10.2016 01:04

    Super geschrieben! Eine absolut Bbldreiche, phantasievolle Geschicht. Ich hoffe es folgen davon noch weitere Teile.

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